<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132</id><updated>2011-10-18T13:27:08.001+02:00</updated><title type='text'>Hamburg Kunst Blog</title><subtitle type='html'>Christiane Opitz lebt und arbeitet als Autorin in Hamburg. Regelmäßig schreibt sie über ausgesuchte Ausstellungen, die aktuell in der Hansestadt zu sehen sind.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>37</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-8883759686030146183</id><published>2011-10-18T13:19:00.002+02:00</published><updated>2011-10-18T13:21:57.727+02:00</updated><title type='text'>Auf dem Grund</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-51FRl1KPjB8/Tp1hDMgE3qI/AAAAAAAAAGc/nkcbdZ0X0z8/s1600/Helene_Appel_netz.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 213px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-51FRl1KPjB8/Tp1hDMgE3qI/AAAAAAAAAGc/nkcbdZ0X0z8/s320/Helene_Appel_netz.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5664790613825216162" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Helene Appel zeigt in ihrer ersten Ausstellung bei der Galerie Dorothea Schlüter neue großformatige Malereien.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Monomental und zugleich unprätentiös hängen die Werke im Raum. Fast wie große Fische, die zum Trocknen aufgehängt wurden. Und doch sind es ganz klassisch Malereien auf Leinwänden an der Wand. Das Organische, assoziativ mit dem Meer oder einem Gewässer verknüpfte, ist bei den Arbeiten der in Berlin lebenden Helene Appel sowohl der Machart, als auch dem Thematischen geschuldet. So hat die Künstlerin auf der großen, hochformatigen Fläche jeweils kleine Kieselsteine im Format 1:1 auf den rohen Stoff appliziert. Darüber sind, in einem komplizierten, irreversiblen Verfahren, mehrere Schichten Ölfarbe und Polyester aufgetragen worden. So entstanden Pfützenformen, die sich mittig ausbreiten und von Bild zu Bild variieren. &lt;br /&gt;Die glänzende Optik des Kunstharzes, in dem sich zarte Wellenlinien kräuseln, sowie der Eindruck einer tatsächlichen Tiefe in das Bild hinein, so als blicke man auf den Grund einer echten Pfütze, faszinieren. Ein sinnliches Spiel zwischen Fläche und Dimension entspinnt sich, auf das sich der Betrachter gerne einlässt. Gleichzeitig sorgt der Kontrast zwischen dem reinen, bräunlich-dumpfen Leinwandstoff und des sich spiegelnden Wasserimitats für Irritation. Die Schubladen „künstlich“ und „natürlich“ werden aufgemacht und unvermittelt wieder geschlossen, denn verorten lassen sich die Malereien von Helene Appel weder in der einen, noch der anderen. Das gleiche geschieht mit den Ordnungen „Abstraktion“ und „Gegenständlichkeit“, die Appel mit jeder Arbeit neu zu verhandeln scheint. So täuschen ihre Werke aus der Distanz fast immer abstrakte Kompositionen an, die sich bei näherem Hinsehen doch als konkrete Malerei entpuppen. Genau wie das „Große Nylonnetz“, das sich als Querformat von den „Pfützen“ abhebt. Hier dominiert aus der Entfernung zunächst das üblich grobe Linnen, auf dem sich jedoch, zart und kaum sichtbar, eine helle Struktur abzeichnet. Erst beim Blick aus der Nähe verdichten sich die vermeintlich zusammenhangslosen Linien zu einem feinen Netz, das mit dünnem Pinsel und weißer Farbe ganz konzentriert und präzise auf den Bildgrund aufgebracht wurde. Feine Schatten betonen jede einzelne der vielen Schlaufen, von denen keine der anderen gleicht. Zusammen funktionieren sie – wie auch alle Arbeiten im Raum – wie ein großes Ganzes, wie ein Fischschwarm, der nur durch die Summe der einzelnen Teile enorme Kraft und Schönheit entfalten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Helene Appel. Galerie Dorothea Schlüter, noch bis 22.10. Zur Eröffnung am Mönchehaus Museum Goslar erscheint am 30. September ein umfangreicher Katalog zu der Arbeit von Helene Appel (Textem Verlag Hamburg).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text: Christiane Opitz, Published in SZENE Hamburg 10/11&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bild: © Helene Appel, Fishing Net, detail, 2010, Oil, watercolour and acrylic on cotton, 192 x 365 cm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-8883759686030146183?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/8883759686030146183/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=8883759686030146183' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/8883759686030146183'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/8883759686030146183'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2011/10/auf-dem-grund.html' title='Auf dem Grund'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-51FRl1KPjB8/Tp1hDMgE3qI/AAAAAAAAAGc/nkcbdZ0X0z8/s72-c/Helene_Appel_netz.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-1841945543229428087</id><published>2011-10-18T13:14:00.003+02:00</published><updated>2011-10-18T13:19:22.138+02:00</updated><title type='text'>Thinking Particles</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-fy-aaAPh7mk/Tp1gQStgjFI/AAAAAAAAAGQ/ElGFSX80TVM/s1600/images.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 238px; height: 212px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-fy-aaAPh7mk/Tp1gQStgjFI/AAAAAAAAAGQ/ElGFSX80TVM/s320/images.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5664789739318840402" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn ein Fernseher von einem Balkon aus in einen Hof geworfen wird und das Ganze als Filmloop in einer Kunstausstellung zu sehen ist, so spricht man von Performance. Die Videoarbeit „No Oil, No Canvas“ des Hamburger Künstlers Lukasz Chrobok jedoch kann getrost auch als Malerei bezeichnet werden. Die zweigeteilte Projektion zeigt in der oberen Hälfte eine Person – es ist Chrobok selbst –, die aus der konstruktivistischen Architektur eines Wohnhauses heraus Dinge aus dem dritten Stock hinunterwirft. Diese gehen in der unteren Hälfte auf einer Freifläche krachend zu Bruch. Durch den leicht verschobenen Kamerawinkel wird der Rezipient visuell irritiert, weil die geworfenen und die auftreffenden Wurfgeschosse plötzlich in Größe und Perspektive leicht variieren. Überführt man nun den Hinterhof, darin die zerborstenen Gegenstände, mit denen sich die Fläche zunehmend füllt, sowie die Aktion, mit der dieser Zustand herbeigeführt wird, in die Kunstform „Malerei“, so ist die Verwandtschaft mit den Action-Paintings und Drippings der fünfziger und sechziger Jahre und deren bekanntestem Vertreter Jackson Pollock offensichtlich. Die Unmittelbarkeit, Dynamik und der sich daraus ergebende Zufall, mit dessen Hilfe die Kompositionen des Abstrakten Expressionismus entstanden, faszinieren Chrobok. Von dem Video „No Oil, No Canvas“ aus dem Jahre 2007 ausgehend, begann er weiter mit dem Prinzip Zufall zu experimentieren. So entstanden klein- und großformatige Ölbilder, die in dem Werkzyklus Thinking Particles zusammengefasst sind. Wie es der Titel − der aus der 3-D- und Animationsgrafik entlehnt ist − impliziert, bleibt es nicht beim ungeplanten und expressiven Gestus „ohne nachzudenken“. Das Arbeiten ohne Konzept realisiert der Hamburger lediglich in der ersten Phase des Malprozesses. In diesem Stadium werden zum Teil alte Leinwände bearbeitet, indem sie bespritzt, zerkratzt oder auch probeweise in der Waschmaschine gewaschen werden. Erst wenn der durch die chaotische Diktion entstandene Grundzustand hergestellt ist, beginnt der zweite Arbeitsschritt. Chrobok arbeitet einzelne Elemente heraus. Dabei geht er äußerst akribisch vor, indem er beispielsweise, wie in vielen seiner jüngst entstandenen „Anordnungen“, jeden einzelnen von Hunderten Farbspritzern mit einem Schatten versieht.Diese Umrandungen zieren fast jede Arbeit und verleihen den vorwiegend grafischen Mustern Tiefe und Dimensionalität.Während die ersten Werke, teilweise auf Holz gemalt, hier und da noch konkrete Inhalte, beispielsweise durch Sprache, transportierten, so versucht Chrobok bei seinen neueren Bildern, jegliche Gegenständlichkeit zu vermeiden. Dennoch fühlt sich der Betrachter bisweilen an Planetenkonstellationen erinnert, wie in „Anordnung 12“, an Satellitenaufnahmen („Anordnung 10“), oder meint, wie in „Anordnung 15“, landschaftliche Bezüge wiederzuentdecken. Welche Assoziationen sich auch immer ergeben: Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass den Werken Chroboks eine rätselhafte mathematische Logik zugrunde liegt, die alles als schlüssige Klammer zusammenhält. So als hätten sich in einem Mikrobereich intelligente Partikel unter natürlichen Gesetzmäßigkeiten zusammengefunden, um auf der Makroebene der fertigen Malerei ein stimmiges Gesamtbild zu ergeben. Die Serie „Thinking Particles“ besteht aus raffiniert verschachtelten Kompositionen, die auf spielerische Weise die Möglichkeiten der Malerei ausloten. Dabei geht ein Sog von ihnen aus, der den Blick des Betrachters irgendwo zwischen Fläche und Raum gefangen nimmt. Formale Bezüge zu den abstrakten Expressionisten, dem Konstruktivismus und dem Comic beziehungsweise der Street Art werden aufgegriffen und geschickt miteinander verwoben..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text: Christiane Opitz&lt;br /&gt;Bild © Lukasz Chrobok 2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erschienen im Katalog zur Ausstellung „Thinking Particles“, vom 1.10 - 16.10.2011 im Projektraum 2025, Hamburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-1841945543229428087?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/1841945543229428087/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=1841945543229428087' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/1841945543229428087'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/1841945543229428087'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2011/10/thinking-particles.html' title='Thinking Particles'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-fy-aaAPh7mk/Tp1gQStgjFI/AAAAAAAAAGQ/ElGFSX80TVM/s72-c/images.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-6664358625339355939</id><published>2011-10-18T13:04:00.004+02:00</published><updated>2011-10-18T13:14:01.422+02:00</updated><title type='text'>Im Fluss</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-epucB4HE7Ic/Tp1dyB0hMuI/AAAAAAAAAGE/Rby4u1DaM6o/s1600/several_circles_digital_version.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-epucB4HE7Ic/Tp1dyB0hMuI/AAAAAAAAAGE/Rby4u1DaM6o/s320/several_circles_digital_version.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5664787020365509346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zwei Projektionen, zwei Gefährte: links ein weißer 1989er Ford Escort, der auf schnurgerader Landstraße gemächlich an einem Fluß entlang rollt, rechts ein historischer Schaufelraddampfer. Dann zoomt die Kamera aufs Auto, das Bild beginnt, sich in Pixel aufzulösen. Im Wagen erkennt man zwei Personen, eine bedient vom Rücksitz aus eine Kamera, die direkt auf den Betrachter gerichtet zu sein scheint. Doch wenn man die Konstellation durchschaut, stellt man fest, dass die Kamera tatsächlich den Dampfer auf dem Fluss fixiert, der sich von der rechten Seite des Screens langsam auf die linke hinüber bewegt und offenbar vom fahrenden Auto aus aufgenommen wurde. Die beiden Fahrzeuge gleiten zum Rhythmus eines Techno-Tracks dahin, während immer wieder heran- und herausgezoomt wird.&lt;br /&gt; „Es geht mir darum, den Betrachterblick zu destabilisieren. Durch das Zoomen wird die Perspektive fortwährend verändert, ist permanent im Fluss .“  Wenn Mark Soo vom „Zoomen“ spricht, bezieht er dies auf mehrere produktionstechnische Ebenen. Die Originalbilder entstanden ursprünglich mittels Digitalkamera und zeigen neben besagtem Ford den Dampfer S&lt;span style="font-style:italic;"&gt;tar of Knoxville&lt;/span&gt; auf dem Tennessee River. Der Film wurde nach dem Schnitt auf einem herkömmlichen LCD-Fernsehgerät abgespielt und von dort wiederum mit einer 35-mm-Kamera abgefilmt, um die Version für die Projektion zu erstellen (die nochmals digital abgefilmt wurde,  um eine digitale Projektionsversion herzustellen). Dabei zoomt Soo langsam an die Oberfläche des LCD-Screens heran, so dass in der endgültigen Zwei-Kanal-Videoinstallation die Pixel erkennbar werden – was das Ganze bewusst wie eine Raubkopie wirken lässt. &lt;br /&gt;Ein Film vom Film des Films: Wie in einer Rückkopplungsschleife bedingt hier eine Version die Entstehung einer weiteren. Und das ist bei Soo im Kern medienspezifisch gedacht. &lt;br /&gt;„Ich wollte einen Dialog schaffen, zwischen dem Film und jener Technologie, die ihn bald ablösen sollte“, erklärt er. Dabei fungiert der LCD-Fernseher für ihn als eine Art „kulturgeschichtliches Echo“ zwischen einer veralteten Technologie der Dampfmaschine (Boot) und dem nachfolgenden Verfahren des Verbrennungsmotors.&lt;br /&gt;Auch der Techno-Soundtrack verweist auf diese Technologien des Industriezeitalters, die für Fortschritt und Mobilität stehen. Soo sah einmal einen nachgebauten Mississippi-Schaufelraddampfer die English Bay in Vancouver durchqueren. Es lief elektronische Musik, die zu ihm herüber wehte, und er war verblüfft, wie gut die Bewegungen des großen dampfbetriebenen Antriebsrades mit dem Beat korrespondierten. Zugleich war er fasziniert von den formalen und kulturellen Assoziationen, die in diesem Bild zusammentrafen .&lt;br /&gt;In den USA ist keine andere Stadt so sehr mit der Musikrichtung Techno verknüpft wie Detroit. Hier entwickelte sich Mitte der 80er Jahren der sogenannte Detroit-Techno, der Elemente aus der Funk-, der Electro-Funk und House verwendete und der als Wegbereiter des Techno der 90er Jahre gilt. Namen wie Juan Atkins  (Bellville Three, Cybotron), Robert Hood (Underground Resistance) oder später der eigentlich aus Chicago stammende Theo Parrish – von dem der Track &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Falling up&lt;/span&gt; (bzw. Carl Craigs Remix) Soo für seine Videoarbeit verwendet hat – sind fest mit Detroit Techno verknüpft. Als dieser Stil vor etwa dreißig Jahren aufkam, war die Stadt schon nicht mehr jene einst prosperierende Motorcity.&lt;br /&gt;Die Krise der Automobilwirtschaft hatte den Untergang der Industriestadt eingeleitet: Arbeitslosigkeit, Rassendiskriminierung und Gewalt prägten das soziale Leben – eine Atmosphäre, die auch großen Einfluss auf kreative, vor allem musikalische Prozesse hatte. Detroit Techno greift die desolate Stimmung auf, ist düster, melancholisch und steht damit bewusst im Kontrast zu einem andern Musikstil aus der Motorcity, dem R&amp;B und der Soulmusik des bekannten Motown Labels. Der Techno aus der einstigen Autohauptstadt der USA ist konkreter sein großes, deutsches Vorbild „Kraftwerk“, die als Pioniere der elektronischen Musik gelten. Er ist beeinflusst vom Rhythmus der maschinellen Produktion seiner Heimatstadt. Autos und Musik: Beides wurde am Computer erdacht, beides unterlag hier dem Duktus des Kalten, Stampfenden und Minimalen.&lt;br /&gt;Im Video von Soo ist &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Falling Up&lt;/span&gt; eine verbindende Klammer zwischen Detroit, der maschinellen Produktion und der Verschmelzung von Mensch und Maschine. Letzteres betont Soo durch einen Eingriff am originellen Parrish-Track. Gegen Ende des Videos ist eine technisch verzerrte Stimme zu hören. Die Verzerrung wird durch einen Vocoder erzeugt, jenem elektronischen Gerät, das in der Popmusik bisweilen für Effekte eingesetzt wird und die menschliche Stimme wie die eines Roboters klingen lässt. Wer genau hinhört, erkennt darin eine uramerikanische Erzählung: Mark Twains &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Abenteuer des Huckleberry Finn &lt;/span&gt;(1884), mit der nun erneut die Dampfmaschine „ins Boot geholt“ wäre. &lt;br /&gt;Doch nicht zur technische, bzw. kulturgeschichtliche Verweise, die gleichermaßen auf Fortschritt, wie Regression anspielen, lassen sich in dieser Arbeit Mark Soos finden. Deutlich rekurriert „Several Circles“ auch auf die Kunstgeschichte, und zwar einen weiteren Pionier, diesmal einem der Performance- und Videokunst: Dan Graham. In seinen Projekten setzte er sich mit sozialer Interaktion in öffentlichen Räumen auseinander. In &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Two Correlated Rotations &lt;/span&gt;(1970-72) spielt er mit verschiedenen Perspektiven und Betrachtungsweisen und macht dabei die Medien Fotografie und Film selbstreflexiv zum Thema.&lt;br /&gt;Kurz zuvor war 1967 Marshall McLuhans &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Das Medium ist die Massage: An Inventory of Effects&lt;/span&gt; (1967) erschienen, dass Graham inspiriert haben muss. Bei McLuhan heißt es sinngemäß, dass die Botschaft, die ein Medium transportiert, gar nicht so entscheidend ist. Wichtiger sei, was das Medium mit dem Menschen macht, wie es Kultur und die Art des Denkens verändere. Eine Botschaft – und hier schließt sich der Kreis – die auch im Werk von Mark Soo zum Ausdruck kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  1) Die Zitate von Mark Soo stammen aus einer E-Mail an die Autorin vom 7.5.2001&lt;br /&gt;  2) Mark Soo: On English Bay Party Boats and Detroit Techno (Interview), in: The   Vancouver Sun, 14.12.2010&lt;br /&gt;  3) Ford warb 2000 mit dem Atkins-Stück No Ufos  für sein neues Focus-Modell – Ein weiteres Beispiel für die Verbindung von Detroit-Techno und Autoindustrie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text: Christiane Opitz&lt;br /&gt;Bild © Mark Soo, 2011&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Im Fluss&lt;/span&gt; veröffentlicht im BE MAGAZIN #18, Herbst 2011&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-6664358625339355939?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/6664358625339355939/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=6664358625339355939' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6664358625339355939'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6664358625339355939'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2011/10/im-fluss.html' title='Im Fluss'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-epucB4HE7Ic/Tp1dyB0hMuI/AAAAAAAAAGE/Rby4u1DaM6o/s72-c/several_circles_digital_version.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-1562252741185671811</id><published>2009-11-23T11:43:00.003+01:00</published><updated>2009-11-23T12:20:07.145+01:00</updated><title type='text'>Wölfe in Rothenburgsort</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SwptuEsGfcI/AAAAAAAAAFU/jKayx_GNwYw/s1600/corinna-korth-wolf-1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SwptuEsGfcI/AAAAAAAAAFU/jKayx_GNwYw/s320/corinna-korth-wolf-1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5407254940911828418" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In der Galerie Tinderbox ist Corinna Korth als Mensch-Wolf-Wesen unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur majestetischen Musik von "Also sprach Zarathustra" marschieren die Fußballmannschaften auf. Es werden Hymnen gesungen, der Anpfiff folgt, nach einer Weile der erste Torschuss. Alles wäre völlig normal, wären die Spieler, die dem Ball nachjagen nicht Menschen, sondern Hirsche und Wölfe.&lt;br /&gt;Corinna Korth, 1975 in Hildesheim geboren, erfuhr im Jahr 2000 eine Art Wiedergeburt. Seither nimmt die Künstlerin die Rolle eines Mischwesen aus Wolf und Mensch ein und versucht, dessen Auseinandersetzung mit Zivilisation und Wildnis nachzuvollziehen. In Performances, Installationen, , Ftografien und Filmen untersucht Korth sowohl tierisches als auch menschliches Verhalten, das - wie im Falle des Fußfallspiels - durchaus Deckungsgleichheit im Revier- und Drohverhalten aufweisen kann. In dem Film "Nahrungskonkurrenz" (2003) hingegen sieht man einen Wolf und einen Bären, die sich in Aikidokleidung recht zivilisiert an dem Pelz gehen. Hier spielt die Künstlerin auf jene Diskrepanz an, die Wölfe und andere "verkannte" Tiere betrifft: Trotz hoher Intelligenz und ausgeprägtem Sozeialverhalten werden sie gefürchtet, gejagt und sogar ausgerottet. Barbarei ist eben keine Erfindung der Tiere.&lt;br /&gt;Die semiwissenschaftlichen Arbeiten von Korth sind, wie man sich denken kann, keine Untersuchungen zur bedrohten Spezies Wolf, sondern Auseinandersetzungen mit dem eigenen Selbst, die ihr die Figur des Wolfes ermöglicht. Nicht immer sind ihre Werke so ironisch und humorvoll, denn die Künstlerin thematisiert ebenso Fragen zu Fremdsein, Ausgrenzung und Isolation. Für ihre Diplomarbeit an der HfbK 2001 ließ sich sich Korth als "Canis lupus" einbürgern samt Behördengängen, Sprachkurs und Gesundheitschecks bei Tier- und Menschenärzten. Als Wolf maskiert trat sie in der Öffentlichkeit auf, fuhr Bahn und lernte, was es heißt, anders zu sein. Hunde unterwarfen sich, ängstigten oder verliebten sich in das Mensch-Wolf-Wesen. Menschen machten zumeist einen großen Bogen. Sobald sie aber in menschlicher Sprache kommunizierte, verloren sie ihr Mißtrauen. Migration, Heimat und die Bedeutung von Sprache rücken so ins Blickfeld.&lt;br /&gt;In letzter Zeit werden auch Ratten, Fledermäuse oder Füchse zu Protagonisten ihrer modernen Fabeln. Ein weiterer Film zeigt Rattenmenschen beim "parkouring", beim akrobatischen Erdunden von Stadträumen. Die politische Dimension dieser Sportart, bei der sich der Traceur den kürzesten Weg zwischen zwei Punkten sucht, dabei Wände und andere Hindernisse überwindet und so die Stadt zurückerobert, wird von. So leben heute etwa 6000 Füchse in London, in Berlin wohnen Wildschweine und Karlsruhe wird von einer Waschbärplage heimgesucht. Gentrification mal anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Published in SZENE 10/2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-1562252741185671811?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/1562252741185671811/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=1562252741185671811' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/1562252741185671811'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/1562252741185671811'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2009/11/wolfe-in-rothenburgsort.html' title='Wölfe in Rothenburgsort'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SwptuEsGfcI/AAAAAAAAAFU/jKayx_GNwYw/s72-c/corinna-korth-wolf-1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-5774640452299664274</id><published>2009-09-21T15:25:00.003+02:00</published><updated>2009-09-21T15:30:54.603+02:00</updated><title type='text'>Zauberhafte Kollektive</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Srd_xmJ_eRI/AAAAAAAAAFM/luxFEdcWoPg/s1600-h/Canell_6_web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 213px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Srd_xmJ_eRI/AAAAAAAAAFM/luxFEdcWoPg/s320/Canell_6_web.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5383912369577490706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Kunstverein Hamburg besticht  die Schwedin Nina Canell mit rätselhaft poetischen Installationen.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Wenn es aus Astlöchern dampft, sich Ventilatoren sanft im Kreise drehen, wenn minimalistischer Sound Wasseroberflächen zum Zittern bringt – dann gewinnt man den Eindruck, die Installationen Nina Canells seien lebendig. &lt;br /&gt;Die schwedische Installationskünstlerin kombiniert technische Objekte mit Fundstücken aus der Natur. Geräte, Neonröhren, Wasser, Steine, Äste und Kabel werden zu zauberhaft-filigranen Gemeinschaften zusammengestellt, die trotz ihrer Heterogenität miteinander harmonieren. Mehr noch. Obwohl die Dinge ihrer ursprünglichen Aufgabe enthoben, also „entfremdet“, wurden, scheinen sie an ihren neuen Platz zu gehören, als wären sie schon immer dort gewesen. Die neue Ordnung innerhalb der Gruppen ist dabei gänzlich unhierarchisch, jedes Element übernimmt seine Rolle, keines sticht heraus. Gemeinsam treiben sie einen Kreislauf an, werden zu Rädchen in einem größeren Zusammenhang, tauschen Kräfte aus, interagieren. Es scheint so, als würden zwischenmenschliche Prozesse sichtbar gemacht.&lt;br /&gt;Innerhalb des Kollektivs kann es passieren, dass die Dinge ihren Aggregatzustand verändern. So wird eine Neonröhre schon mal ganz anschmiegsam. Wie eine Schlange kriecht sie dann über hochkant gestellte Pflastersteine hinweg, während ein weiterer Lichtschlauch an einer astähnlichen Konstruktion entspannt die Kabel baumeln lässt. Oder es wird Wasser vom flüssigen in den gasförmigen Zustand überführt, wie in ihrer Arbeit "Morasco Circle“ (2007), die neben einem Kübel mit 20 Litern Wasser, aus einer Nebelmaschine, Baulicht, Mikrofon und einer  tragbaren Beschallungsanlage besteht. Wasser und Ton sind überhaupt wichtige Bestandteile der Installationen Nina Canells. Flüssige und akustische Elemente ihrer Assemblagen verstärken den Eindruck der Lebendigkeit und verhelfen zu einer ganz eigenen zeitlichen und narrativen Logik. Oft werden Sound und Wasser miteinander kombiniert, wie in „Shedding Skin (Perpetual Current for Twenty-Four Buckets“ (2008), wo das Geräusch von Wassers und Nebel in einem Eimer über eine Trommelfell verstärkt und abgenommen wird. Oft rühren die seltsam klingenden Geräusche von den Prozessen vor Ort her, manchmal werden sie aus externen Situationen gewonnen und den Arbeiten zur Verfügung gestellt. Anschließend werden die Töne nicht selten in Kompositionen überführt. Gemeinsam mit ihrem Freund Robin Watkins produziert die 30-Jährige elektronische Musik für die sie Klänge aus ihren Arbeiten verwendet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Five Kinds of Water“: Nina Canell. Kunstverein Hamburg, 19.9. – 22.11., Eröffnung: 18.9., 19 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Published in SZENE HH, September 09&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-5774640452299664274?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/5774640452299664274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=5774640452299664274' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/5774640452299664274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/5774640452299664274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2009/09/zauberhafte-kollektive.html' title='Zauberhafte Kollektive'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Srd_xmJ_eRI/AAAAAAAAAFM/luxFEdcWoPg/s72-c/Canell_6_web.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-6870933508395173289</id><published>2009-05-27T14:27:00.007+02:00</published><updated>2009-05-27T14:41:58.842+02:00</updated><title type='text'>Neonleuchtfeuer</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Sh0zE1JYsCI/AAAAAAAAAFE/UgQFP8_811Q/s1600-h/thomas+straub_aureole.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 212px; height: 170px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Sh0zE1JYsCI/AAAAAAAAAFE/UgQFP8_811Q/s320/thomas+straub_aureole.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5340480891210215458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Bildhauer Thomas Straub spielt mit religiösen Symbolen, mit dem Profanen - und dem Feuer. Jetzt in der Tinderbox.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dunkel ist es, unheimlich, aber auch weihevoll. Der Raum, nur von bläulichem Licht beschienen. Es entströmt einigen Neonröhren, die mit Ästen zu tripod-esken Skulpturen verbunden sind. Hier und da blitzt Blattgold auf. Die Arbeiten erinnern an Leuchtfeuer, jene historischen Feuerstellen, die einst Schiffe in den sicheren Hafen navigierten. Wie das Licht den Schiffsleuten in dunkler Nacht als Wegweiser und Orientierungshilfe diente, wollen auch Straubs Arbeiten erhellen. Es geht dem Karlsruher unter anderem um die Dekonstruktion religiöser Symbole und die Vereinnahmung dieser durch kapitalistische Praktiken. In der voran gegangenen Gruppenausstellung bei Tinderbox, war von Straub eine mit Blattgold beklebte Aureole zu sehen. Der Strahlenkranz, ursprünglich Kopfschmuck heiliger Häupter, stand hier lässig unprätentiös an die Wand gelehnt. Darüber gelegt, eine herausgerissene Feuilletonseite aus der FAZ, mit einem Bild des brasilianischen Supermodells Giselle Bündchen darauf. Oftmals bedient sich Straub einfacher Materialien, um das Profane im Sakralen herauszustellen. So sind Holz, Äste und Karton häufig verwendete Baustoffe. Besonders eindrucksvoll wie einfach ist Straubs Triptychon aus dem Jahr 2005, etwa 30 cm groß und aus Verpackungssperrholz. Durch kleine Scharniere können die Seitenflügel auf- und zugeklappt werden, mit dem Einsatz eines einzigen Fingers. Die auftretende Ambivalenz durch die Verwendung mächtiger Zeichen, hier das eines kirchlichen Flügel-Altars mit seiner dreiteiligen Form (Trinity!) auf der einen Seite - und das billige, „ehrliche“ Material andererseits sind typisch für Straubs Arbeitsweise. Oft nutzt der 33-Jährige riesige Billboards, um prophetische Botschaften zu verbreiten. „At the end there will be darkness“ - In Glasgow, wo der studierte Holzbildhauer jüngst ein DAAD-Stipendium absolvierte, prangte dieser Spruch in riesigen Lettern von einer in der McLellan Gallery aufgestellten Plakatwand. Dabei geht es Straub nicht um Werbewirksamkeit, sondern um dessen Sabotage: Der Slogan erscheint nämlich als ein zusammenhängendes Wort, das durch den Zeilenumbruch in gleichgroße Stücke zerteilt wird und somit eben nicht sofort erfassbar ist. Am Ende, Dunkelheit. Dieser Kommentar passt auch zur ersten und bisher einzigen Videoarbeit Straubs aus dem Jahr 2008. Als Motiv verwendet der Künstler ein in seinem Œvre oft wiederkehrendes religiöses Symbol, das des brennenden Dornenbuschs. In „Illumination“ werden aufgestellte, nackte Äste in völliger Dunkelheit entzündet. Eine leere Leinwand im Hintergrund kommt zum Vorschein, sie umrahmt das brennende Geäst. Man hört das Holz knacken, Grillenzirpen und eine wohl nicht weit entfernte Autobahn. Das Video dauert genauso lange, wie das Feuer brennt, etwa 6 Minuten. Dann wird die Leinwand nach und nach wieder von der Nacht verschluckt. Eine leise und zugleich eindringliche Arbeit…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rigorose Dämmerung: Thomas Straub, Tinderbox, 6.6. bis 4.7. Bild: CO/Tinderbox&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;TEXT: CHRISTIANE OPITZ, SZENE HAMBURG, JUNI 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-6870933508395173289?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/6870933508395173289/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=6870933508395173289' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6870933508395173289'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6870933508395173289'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2009/05/lichtsignale.html' title='Neonleuchtfeuer'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Sh0zE1JYsCI/AAAAAAAAAFE/UgQFP8_811Q/s72-c/thomas+straub_aureole.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-2861912277430086586</id><published>2009-01-30T13:23:00.005+01:00</published><updated>2009-01-30T13:30:11.992+01:00</updated><title type='text'>Schatten im Wind</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SYLysWN9qzI/AAAAAAAAAEk/mM6ut6vtpsk/s1600-h/Oga218_raum5+160x140+08_web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 246px; height: 283px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SYLysWN9qzI/AAAAAAAAAEk/mM6ut6vtpsk/s320/Oga218_raum5+160x140+08_web.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5297062955433438002" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In den Arbeiten der japanischen Malerin Miwa Ogasawara verschwimmen die Grenzen zwischen Wahrheit und Wirklichkeit. Vera Munro zeigt neue Werke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein leichter Wind geht durch die Glastür. Der transparente Vorhang davor jedenfalls wellt sich in den Raum, zeichnet eine feine Lichtkante auf den Boden. Zarte Falten auf dem Stoff halten die Schatten fest, bevor sie wieder in ihr Reich verschwinden können. Der Ort ist in ein undefinierbares, zwielichtiges gelbgrau getaucht.&lt;br /&gt;Ogasawaras Arbeiten klingen. Hier in diesem Raum mit dieser Tür und dieser unglaublich fein gemalten Gardine, hört man den Wind - und leise, wie der bewegte Stoff über den Boden streicht. Die Künstlerin, die 1973 in Kyoto geboren wurde, studierte an der HfbK bei Norbert Schwontkowski, Werner Büttner und Michael Diers. Über ihre Arbeit sagt sie: „. Meine Malerei verschlingt die reale Welt und spuckt ihre eigene Wirklichkeit aus. Das ist die Wahrheit, die nur durch Phantasie kreiert werden kann. Ich nehme das, was ich sehe und lasse entstehen, was durch mich und mit mir wird.“&lt;br /&gt;Das was die Künstlerin nach dem Einverleiben wieder ausscheidet, sind vor allem Szenerien, Räume, spärlich mit Mobiliar ausgestattet, zumeist menschenlos. Spärlich ist auch das Licht, das Ogasawara auf Wänden und auf dem Boden ausgebreitet, wie eine warme Decke. Das Zusammenspiel von Hellem und Dunklen ist durchdacht. Gekonnt wird es eingesetzt, um Architekturen und Details herauszuschälen. Die Fläche des Bildes öffnet sich für verwinkelte und verzweigte Räume, wie in der großen Arbeit „Ohne Bild“ (2008). Hier gibt es nur zwei Zimmer, eines mit und eines ohne Lichtquelle. Das helle lässt sich nicht vollständig einsehen. Was verbirgt hinter der Wand? Platz im Überfluss – für eigene Bilder, nämlich die des Betrachters. Auch „Raum 5“ spielt mit Licht und Schatten. Eine Tür in der Mitte, dahinter ein heller Raum, aus dem halbkreisförmiges Licht hinausläuft. Die klar voneinander getrennten Flächen des Bildes bilden Wände und Böden. Je länger man jedoch hinsieht, desto unlogischer erscheint einem die architektonische Konstruktion. Eine Sinnestäuschung? „Bei mir endet die Suche nach der Klarheit immer in der diffusen Zone, in der Ambivalenz, sagt die Künstlerin.“ Diese Ambivalenz entsteht, wenn die Welt Ogasawaras mit der wirklichen Welt verschwimmt. Bei ihrer Arbeit lässt sich die Künstlerin von Philosophie, Musik und Literatur inspirieren. Besonders die Werke des Schriftstellers Haruki Murakami, die sie vor allem in ihrer Teenagerzeit las, haben die 36-Jährigte stark beeindruckt. Die gleiche melancholische Stimmung, mit der der Autor die zwiespältige, moderne japanische Gesellschaft mit ihren isolierten Menschen beschreibt – meint man auch in Ogasawaras Bildern wiederzufinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Miwa Ogasawara: Windhauch – neue Arbeiten, Galerie Vera Munro, bis zum 9. März&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Foto © Galerie Vera Munro, 2009&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-2861912277430086586?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/2861912277430086586/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=2861912277430086586' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/2861912277430086586'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/2861912277430086586'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2009/01/schatten-im-wind.html' title='Schatten im Wind'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SYLysWN9qzI/AAAAAAAAAEk/mM6ut6vtpsk/s72-c/Oga218_raum5+160x140+08_web.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-6143382190365126003</id><published>2008-10-01T11:24:00.004+02:00</published><updated>2008-10-01T11:39:06.580+02:00</updated><title type='text'>Der Allrounder</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SONEsspMsKI/AAAAAAAAADc/07bDLW9pTXQ/s1600-h/Saturn+1936+(Yellow+Negative)-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SONEsspMsKI/AAAAAAAAADc/07bDLW9pTXQ/s320/Saturn+1936+(Yellow+Negative)-.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5252117125133021346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Katharina Bittel eröffnet ihre eigenen Galerieräume in der Admiralitätstrasse – mit dem Norweger Øystein Aasan.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Gespenstische wirkt diese alte, körnige Schwarz-Weiß-Aufnahme vom Planeten Saturn. Blass, die Kugel, der Ring drum herum, das Ganze als Studie des Himmelskörpers in unterschiedlichen Größen. Unter und neben dem Foto ein Text, der mit Akribie Buchstabe für Buchstabe in ein dafür vorgesehenes Quadrat geklebt wurde. Die Überschrift lautet: „Saturn, 1936 (Yellow Negative)“. 1936? Woher stammen diese Aufnahmen? Der erste Satz des Textes gibt darüber Auskunft: „Ich weiß nun mehr über diese Bilder, seit ich eine kleine Notiz fand mit dem Namen ‚Slipher’ darauf.“&lt;br /&gt;Ich - das ist der norwegische Künstler Øystein Aasan. In seiner „Planeten- Serie“ hat er Abzüge von alten Negativen entwickelt, die ursprünglich von dem US-Forscher E.C. Slipher aus den 20er-30er Jahren stammen. Die Texte sind Gedanken, die er sich während der Suche nach dem Urheber der Negative, notiert hatte.  Die Standardisierung des Textes durch die immer gleiche Typographie unterstreicht die Glaubwürdigkeit der Zeilen und ist zugleich auch ein ästhetisches Statement. Diese Standardisierungen begegnen einem bei der „Magazin-Serie“ erneut. Wieder wird mit kleinen Quadraten gearbeitet, die diesmal nicht mit Sprache sondern mit Bildinformationen besetzt sind.  Für diese Serie trennte Aasan aus alten Ausgaben amerikanischer Magazine Titelseiten und Werbung heraus, schnitt die Seiten in kleine Kästchen und setzte sie in gleichmäßigen Abständen wieder zusammen, immer mit einer Leerstelle dazwischen. Durch das formale Raster wird das Motiv gestreckt, der Betrachter kann die einzelnen Bildportionen nur mit einiger Verzögerung im Kopf zusammensetzen.&lt;br /&gt;Aasan arbeitet interdisziplinär, verknüpft Kunst und Architektur mit Sprache und historischen Referenzen. Er  ist ein Allrounder - und das bezieht sich nicht nur auf seine inhaltliche Arbeit. Aasan ist nämlich außerdem noch als Kritiker und Musiker bekannt.&lt;br /&gt;Diese Professionen versteht er als weitere Ausprägungen seines Künstler-Ichs. Als Kritiker schreibt er für das tschechische Umelec, das norwegische Site oder das Berliner Artfanzine Neue Review. Als Leadgitarrist und Sänger der Band ACO (Art Critic Orchestra) unterstreicht der Norweger mit Coverversionen  politischer Songs sein Image als Großstadtakteur.&lt;br /&gt;Die Ausstellung mit Øystein Aasans ist die erste Ausstellung Katharina Bittels in ihren eigenen Galerieräumen. Bittel war anderthalb Jahre als Juniorpartnerin von Jürgen Becker tätig, bevor sie vor wenigen Wochen die ehemaligen Räume von Karin Günther (jetzt im 4. Stockwerk) in der 3. Etage der Admiralitätstrasse 71 übernahm. Als nächstes plant sie Ausstellungen mit Natalie Czech und Carsten Fock.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Øystein Aasan: “Don’t look now”, Galerie Katharina Bittel, bis 1.11.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Published in SZENE HAMBURG 10/08&lt;br /&gt;© Foto: Galerie Katharina Bittel, Text: Opitz/VG Wort 2008&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-6143382190365126003?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/6143382190365126003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=6143382190365126003' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6143382190365126003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6143382190365126003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2008/10/der-allrounder.html' title='Der Allrounder'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SONEsspMsKI/AAAAAAAAADc/07bDLW9pTXQ/s72-c/Saturn+1936+(Yellow+Negative)-.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-3606424691629184474</id><published>2008-07-30T16:24:00.004+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:06.404+01:00</updated><title type='text'>Work in Progress</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SJB7RRgEclI/AAAAAAAAADU/iYXK-f3DhSQ/s1600-h/s2_karte_mit_2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SJB7RRgEclI/AAAAAAAAADU/iYXK-f3DhSQ/s320/s2_karte_mit_2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5228814704063050322" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der diesjährige Elbinsel Sommer nennt sich Kultur | Natur und erforscht mit künstlerischen Mitteln die Stadt im Klimawandel. Fast alle Werke entstehen vor Ort in Wilhelmsburg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass es klimatechnisch fünf vor zwölf steht, ist kein Geheimnis.Dürrekatastrophen, Tsunamis, Wetterchaos – jeden Tag hören wir in den Nachrichten davon. Noch scheinen die betroffenen Orte noch weit entfernt. Doch bald schon – auch das ist kein Geheimnis – werden auch wir die Folgen des weltweiten Klimawandels vor der eigenen Haustür deutlich zu spüren bekommen. Umso wichtiger ist es, sich über die  &lt;br /&gt;kulturellen geprägten Vorstellungen über Natur klar zu werden.Einen Beitrag dazu möchten die Kuratoren Anke Haarmann und Harald Lemke leisten. Unter ihrer Ägide steht die Kunst-Plattform des diesjährigen Elbinsel Sommers, das den Stadtraum im Hinblick auf das Verhältnis von Natur und städtischer Kultur hin befragt Anders als der erste Elbinsel Sommer, der 2007 zum Auftaktjahr der Internationalen Bauausstellung IBA  mit einem so üppigen Programm antrat, dass man es kaum noch wahrnehmen konnte, setzt Kultur | Natur auf eine überschaubare Anzahl von Aktionen und eine starke Beteiligung aus dem Stadtteil. Interessant ist dabei, dass nicht nur Künstler, sondern auch Initiativen und Einrichtungen aus Wilhelmsburg an einer Kunst-Plattform mitwirken, bei dem sie auf internationale Theoretiker und Künstlergruppen und Künstler treffen. Praxis und Theorie kommen bei Kultur | Natur gleichermaßen zum Zug: So wirbt ein Parcours mit von Hamburger Kindern und Erwachsenen gestalteten Plakaten entlang der Strecke von St. Pauli nach Wilhelmsburg  dafür, dass dort endlich ein Fahrradweg gebaut werden muss.  In „Ausflügen des Denkens“ wird nachgedacht und zugehört, aber auch zusammen mit Wilhelmsburg-Experten und internationalen Gästen, wie der amerikanischen Philosophin Lisa Heldke, die gegensätzliche Natur der Elbinsel erkundet. In einem leer stehenden Café am malerischen Veringkanal entsteht  ein „Archiv der Künste“, das in den letzten Jahren entstandene künstlerische Positionen zum Thema Ökologie versammelt und quasi „recycled“.&lt;br /&gt;Auch von den aktuellen Projekten der ortsansässigen und internationalen Künstler wünschen sich Haarmann und Lemke Nachhaltigkeit und eine dauerhafte Bereicherung der städtischen Kultur. Deshalb haben alle beteiligten Künstler und Künstlergruppen, Ala Plastica aus Argentinien, Critical Art Ensemble (CAE) aus New York, Susan Leibovitz Steinman  aus den USA über mehrere Wochen in Wilhelmsburg gelebt, Kontakte geküpft und ihre Arbeiten aus der Situation heraus entwickelt. Nur die Hamburgerin Nana Petzet kannte sich schon aus - sie wohnt seit einiger Zeit auf der Elbinsel - und  &lt;br /&gt;hat sich die Peute als Ort ihres Projektes „Peutengrund“ ausgesucht. CAE, die Provokateure von der amerikanischen Ostküste,  machten in Deutschland zuletzt 2007 in ihrer Leipziger Ausstellung „Germs of Deception“ („Bakterien der Täuschung“) von sich Reden, als sie in der Halle 14 der Baumwollspinnerei eine harmlose Substanz freisetzten, die bisher von verschiedenen Militärorganisationen benutzt wurde, um  &lt;br /&gt;die Verbreitung von Erregern zu simulieren. Anhand von im Raum verteilten Petrischalen, konnten die Besucher Rückschlüsse über die Verteilung von Mikroorganismen ziehen - der Kunstraum wurde zum Labor. Mit seinen Installationen, Vorträgen und Performances hinterfragt und entmystifiziert das CAE die Gentechnologie und die Gefahr des Einsatzes von biologischen Waffen. Eigentlich klar, dass die Künstler dieses Kollektivs mit ihren Aktionen, besonders nach dem 11. September, in ihrer Heimat aneckten. Vor drei Jahren wäre CAE-Gründer, Steve Kurtz, fast für 20 Jahre hinter Gitter gewandert, weil man ihn für einen Bio-Terroristen hielt. An welchen Orten in Wilhelmsburg das CAE forschen wird, bleibt abzuwarten. Mögliche Wirkungsbereiche gibt es genug, wie etwa der Hafen oder die idyllischen, aber verseuchten Kanäle.&lt;br /&gt;Bei Ala Plastica die Vernetzung künstlerischer Denk- und Arbeitsweisen mit der Entwicklung von Projekten im sozialen und ökologischen Bereich verknüpft. Die Gruppe wurde 1991 gegründet. Eigentlich widmen sich die Kunstaktivisten eher den Umweltproblemen in ihrer Heimat. 2004 kamen sie jedoch auf Einladung der Galerie für  &lt;br /&gt;Landschaftskunst auch nach Hamburg, um ein Konzept zur Renaturierung des Flusses Wandse zu erarbeiten. Dabei vernetzten sie sich in typischer Manier vor Ort mit unterschiedlichen Interessensgruppen. Was sie für die Elbinsel entwickeln, wird sich erst zeigen, wenn Kultur | Natur im September offiziell zu Ende geht - das Ala-Plastica-Projekt  wird dann hoffentlich weiter kommunikative Früchte tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eröffnung mit einem Fahrrad-Umzug entlang des Plakat Parcours, 16.8., 15 Uhr, Treffpunkt: Alter Elbtunnel (St.Pauli).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text: C. Opitz, Published in Szene Hamburg 08/2008&lt;br /&gt;Bild: © Kultur | Natur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-3606424691629184474?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/3606424691629184474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=3606424691629184474' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/3606424691629184474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/3606424691629184474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2008/07/work-in-progress.html' title='Work in Progress'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SJB7RRgEclI/AAAAAAAAADU/iYXK-f3DhSQ/s72-c/s2_karte_mit_2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-4628288941735224165</id><published>2008-07-01T16:53:00.003+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:06.421+01:00</updated><title type='text'>Von Wiesen und Wäldern</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SGpKokwSUNI/AAAAAAAAADM/Qf3PNg1jX2g/s1600-h/jokisch_toskanafraktion%2B_web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SGpKokwSUNI/AAAAAAAAADM/Qf3PNg1jX2g/s320/jokisch_toskanafraktion%2B_web.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5218065179183567058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In ihrer zweiten Gruppenausstellung zeigt die Galerie Hafenrand in St. Georg fünf Positionen zum Thema Landschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Farbauftrag wirkt flüchtig, ausdrucksstark, leidenschaftlich. Rot, blau, gelb, grün – sämtliche Farben des Regenbogens lassen die Seele nicht unberührt. Vor dem Betrachter entfalten sich Seerosenteiche, Blumenwiesen, bunt bewachsene Hügel, Waldlichtungen. Man braucht nicht viel Phantasie, um die abstrakten Formen und Flächen, die sich eigentlich nicht unmittelbar auf Gegenständliches beziehen, zu eben diesen Landschaften zusammenzusetzen.&lt;br /&gt;Doch diese Bilder halten nicht lange Stand. Schaut man länger hin, schmelzen die Pflanzen und Bäume zu amorphen Gebilden, zu Zellhaufen zusammen. Die Naturdarstellungen Magdalena Sadziaks bieten ein Refugium, einen Rückzugsort vom alltäglichem Hin und Her. Gleichzeitig feiern sie farbenfroh und temperamentvoll die Schönheit von Wiesen und Wäldern.&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu Sadziaks Arbeiten sind die großformatigen Pastellzeichnungen von Friederike Jokisch, die in Leipzig Malerei bei Arno Rink und Neo Rauch studierte, konkreter. Und düsterer. Bei Jokisch breiten sich unter grau-schwarzem Himmel Landschaften aus, die unheimlicher und seltsamer nicht sein könnten. Hier ein Feld, in dem, tiefe Tümpel wie schwarze Löcher darauf zu lauern scheinen, alles zu verschlingen, was des Weges kommt. Dort eine rätselhaft kultivierte Landschaft mit ihren immergleichen, kegelförmigen Bäumen und Schatten. Irreal wirken diese Orte, nicht von dieser Welt.&lt;br /&gt;Sveinn Fannar Johannsson wiederum beschäftigt sich mit realen Landschaften seiner nordischen Heimat, die jedoch noch modifiziert werden. Der 1977 in Reykjavik geborene Künstler fokussiert in seinem Videos und Fotografien auf die „Künstlichkeit“ von Natur. Johannsson nimmt Eingriffe vor, pflanzt um, kappt, sägt. Wenn er damit fertig ist, ist nichts mehr wie zuvor. Auf der Fotografie „Zurrgurt mit Ratsche“ (2007) beispielsweise schmiegen sich drei junge Birken schützend aneinander. Könnte man denken. Tatsächlich hat hier der Künstler nachgeholfen, wie es der Titel verrät.&lt;br /&gt;Die Vierte im Bunde, Yvette Kiessling, zeigt Radierungen und Malereien, die auf Reisen entstanden sind, also im direkten Kontakt zur Natur. Auf eine exakte Wiedergabe jedoch legt die Künstlerin keinen wert. Vielmehr geht es ihr um genaue Beobachtungen von Licht, Geografie und Flora. Der letzte Beitrag zum Thema Landschaft stammt vom Künstlerduo Rindfleisch/Rapedius. Sie imitieren Natur auf humorvolle Weise. Stichwort: Pappbecher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Friederike Jokisch, Rindfleisch/ Rapedius, Magdalena Sadziak, Sveinn Fannar Johannsson&lt;br /&gt;Yvette Kiessling: „Ohne mich stehst du im nichts“, Galerie Hafenrand (St. Georg), Eröffnung: 2.7., 19 Uhr, bis 12.9.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bild:© Galerie Hafenrand, Text: © VG WORT, Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;PUBLISHED IN SZENE HH, JUNI 2008 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-4628288941735224165?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/4628288941735224165/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=4628288941735224165' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/4628288941735224165'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/4628288941735224165'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2008/07/von-wiesen-und-wldern.html' title='Von Wiesen und Wäldern'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SGpKokwSUNI/AAAAAAAAADM/Qf3PNg1jX2g/s72-c/jokisch_toskanafraktion%2B_web.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-9006656466151143539</id><published>2008-06-10T12:57:00.003+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:06.574+01:00</updated><title type='text'>KILL KILL KILL</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SE5fuLVtcvI/AAAAAAAAADE/wq5yU3-FUHo/s1600-h/killkillkillk_.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SE5fuLVtcvI/AAAAAAAAADE/wq5yU3-FUHo/s320/killkillkillk_.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5210207065836712690" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die neue Galerie Conradi widmet ihre erste Ausstellung der Hamburger Künstlerin Cordula Ditz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ängstlich schleicht das Teenagermädchen durch das dunkle Gebäude. Unheilvolle Musik. Dann, plötzlich, ein gellender Schrei! Schnitt. Das Mädchen liegt am Boden. Blut ist überall. Der maskierte Mörder hat wieder zugeschlagen. &lt;br /&gt;Wer kennt sie nicht, die nervenzerfetzenden Gruselschocker aus dem Kino. Carrie von Stephen King, Nightmare of Elmstreet oder Poltergeist haben wohl jedem von uns schon einmal schlaflose Nächte bereitet. Das Schocker-Prinzip ist immer dasselbe: Zuerst wird eine idyllische Kleinstadt mit unglaublich netten Nachbarn und harmlosen Jugendlichen präsentiert, die dann von irgendeinem Superfreak – einem Michael Myers oder Freddy Krueger – in Angst und Schrecken versetzt wird. Die Fallhöhe muss hoch sein, um absoluten Horror zu garantieren.&lt;br /&gt;Dass die Künstlerin Cordula Ditz ein eingefleischter Horrorfilm-Fan ist, lässt sich nicht leugnen. Ihre Malereien, Collagen und Videoarbeiten sind Zeugnisse ihrer Faszination für die Ästhetik des Unheimlichen, wie sie in Fantasy-, Horror- und Trashfilmen angelegt ist. Die Welt der Dämonen und Monstren wird von der 1972 in Hamburg geborenen Künstlerin in Hinblick auf ihre mediale Wirksamkeit untersucht, seziert und humorvoll kommentiert. Für die Videoarbeit „Nightmare on Elmstreet 2:36:21“ beispielsweise eliminierte sie alle Menschen und Tiere, was den Film von einer Länge von 90 Minuten auf zweieinhalb Minuten zusammenschrumpfen lässt. Wie ergeht es dem Horrorschocker, wenn die ängstlich flüchtenden und sterbenden Hauptfiguren fort sind? Wirkt der Film ohne seine aufgerissene Münder und starren Augen überhaupt noch? Ditz zeigt, dass eine unheimliche Atmosphäre auch den Settings des Films innewohnt. Verlassene Räume, spärliches Licht – erstaunlich, aber auch ein menschenleerer Horrorfilm kann Angst machen.  &lt;br /&gt;Genau wie ihre Videos spielen auch ihre Malereien, meist mit Acryl und Sprühfarbe auf großformatiger Leinwand gefertigt, mit Versatzstücken. Oft ist es ein Ausspruch oder Satzfragment aus einem Horrorklassiker, der in die expressiven, trashig-abstrakten Arbeiten eingebaut ist. „I make you die slowly“, „Dreh dich nicht um“ oder schlicht: „Kill Kill Kill“ lauten die Titel ihrer Bilder. &lt;br /&gt;Mit Cordula Ditz öffnet die neue Galerie Conradi im Schopenstehl 20, unweit der Mönckebergstraße, zum ersten Mal ihre Türen. Die Betreiberin, die sich den Galerienamen von ihrem Lebensgefährten borgte und fast drei Jahre nach passenden Räumen suchte, ist im Hamburger Kunstfeld keine Unbekannte. Elena Winkel machte sich vor allem durch die Index-Ausstellung, die jedes Jahr junge Kunst aus der Hfbk zeigt, einen Namen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cordula Ditz, Galerie Conradi, Schopenstehl 20 (Hamburger Innenstadt), &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Eröffnung: 13.6. um 19 Uhr, bis 25 Juli.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;text: christiane opitz, published in szene hamburg, june 2008&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;foto © galerie conradi/ cordula ditz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-9006656466151143539?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/9006656466151143539/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=9006656466151143539' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/9006656466151143539'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/9006656466151143539'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2008/06/kill-kill-kill.html' title='KILL KILL KILL'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SE5fuLVtcvI/AAAAAAAAADE/wq5yU3-FUHo/s72-c/killkillkillk_.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-6293658756965117525</id><published>2008-05-06T10:32:00.004+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:06.717+01:00</updated><title type='text'>Reconstructing Future</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SCAZ7gF9dKI/AAAAAAAAAC8/8BEeAlypTYk/s1600-h/schmalisch1_web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SCAZ7gF9dKI/AAAAAAAAAC8/8BEeAlypTYk/s320/schmalisch1_web.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5197182480003462306" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Werk von Romana Schamlisch treffen futuristische Stadtlandschaften auf wissenschaftliche Interieurs&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste, unmittelbare Wahrnehmungsreiz ist ein akkustischer. Es rattert. Der ganze Raum ist davon erfüllt. Das Geräusch, gehört zu einem laufenden 16mm-Projektor. Dann fällt eine ungewöhnliche Konstruktion ins Auge: Das Filmband wird über Rollen über die gesamte Höhe der Galerie, über Decke und Wände geleitet, so dass der Eindruck entsteht, sich selbst innerhalb eines filmischen Apparates zu befinden. Der zweite Blick schließlich gehört dem projizierten Bild. Gezeigt wird der Film „Paléontologie“, der in einem Museum aufgebaute Skelette zeigt. Das unstete Kamerabild versetzt die toten Knochen in Bewegung – und den Ort ins Wanken.&lt;br /&gt;Romana Schmalisch untersucht Fiktionen und Utopien, wie sie in futuristischer Literatur, aber auch in angeblich objektiver Wissenschaft Ausdruck finden. Der Titel der Ausstellung “Il braccio di Lucifero si pone 645 1/3 braccia“ ist einer Untersuchung entnommen, die sich auf die detaillierten Beschreibungen Dantes in der „Göttlichen Komödie“ stützt und behauptet, die genaue Armlänge Luzifers berechnen zu können. Auch Schmalisch greift Dantes Maßangaben auf. Ihre Arbeit „Hölle im Durchschnitt“ zeigt einen Lavastein in den neun Ringe hineingefräst wurden, maßstabsgetreu, nach den damaligen Berechnungen. Mit diesem Beitrag reiht sich die 32-Jährige in eine lange künstlerische und wissenschaftliche Tradition ein, in der Künstler seit dem 14. Jahrhundert versucht haben, Dantes Schilderungen der Passage durch Hölle, Fegefeuer und Paradies nachzuvollziehen und darzustellen. Schmalisch, fasziniert von diesen utopischen Manifestationen, begab sich auf die Suche nach anderen visionären Entwürfen. Sie fand sie in paläontologischen Museen, in der futuristischen Architektur indischer Observatorien oder in den Glasbauten des Architekten Bruno Taut, die er in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Paul Scheerbart im frühen 20. Jahrhundert entwickelte. Letztere hat sie in der Ausstellung nachempfunden. Unter kuppelförmigen Glocken hat die Künstlerin filigrane Glaszylinder aufgestellt, die wie Reagenzgläser geformt sind. Unterschiedlich groß und immer anders gruppiert, fungieren sie als Modelle jener gigantischen Himmelstädte, die in Scheerbarts Roman „Lésabendio“ (1915) beschrieben wurden.&lt;br /&gt;Es macht großen Spaß, Romana Schmalisch dabei zuzusehen, wie sie historisch gewachsene, auf wissenschaftliche Erkenntnisse basierende Dogmen mit einem Augenzwinkern ins Wanken bringt und sich für ihre Arbeit zu Eigen macht. Ein gelungener Beitrag zum immer noch boomenden „Art and Science“-Trend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Romana Schmalisch: “Il braccio di Lucifero si pone 645 1/3 braccia“, Galerie Karin Guenther, bis 7.6.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PUBLISHED IN SZENE HAMBURG, MAI 2008, Bild: © Galerie Karin Guenther, Text: Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a title="Clicky Web Analytics" href="http://getclicky.com/32622"&gt;&lt;img alt="Clicky Web Analytics" src="http://static.getclicky.com/media/links/badge.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;script src="http://static.getclicky.com/32622.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;noscript&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt="Clicky" src="http://in.getclicky.com/32622-db3.gif" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/noscript&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-6293658756965117525?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/6293658756965117525/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=6293658756965117525' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6293658756965117525'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/6293658756965117525'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2008/05/reconstructing-future.html' title='Reconstructing Future'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/SCAZ7gF9dKI/AAAAAAAAAC8/8BEeAlypTYk/s72-c/schmalisch1_web.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-2271735581208943120</id><published>2008-02-05T12:11:00.000+01:00</published><updated>2008-11-13T09:18:06.815+01:00</updated><title type='text'>Ordnung der Dinge</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R6hGEN15dcI/AAAAAAAAAC0/ifahbMjvEBM/s1600-h/IMG_7970_web.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R6hGEN15dcI/AAAAAAAAAC0/ifahbMjvEBM/s320/IMG_7970_web.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5163454011029419458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Künstler Nir Alon macht Möbel zu Stars in einem Schauspiel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es blättert Farbe ab von den kleinen Tischen, Kommoden und Stühlen, die hier so kunstvoll übereinander gestapelt sind. Kein Wunder, denn die Möbel sind gebraucht. Sie stammen von einem Second-Hand-Laden in Harburg. Dort kaufen eigentlich Menschen ein, denen selbst Ikea noch zu teuer ist. Und eben der in Hamburg lebende israelische Künstler Nir Alon. In der Galerie Tinderbox präsentiert er diese durchgesessenen Sessel, zerkratzten Schränke und wackligen Tischchen als Installation, die raumfüllend die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zieht. Dabei schmiegen sich die über- und nebeneinander angeordneten Einrichtungsgegenstände ganz natürlich an die Galeriewand an.&lt;br /&gt;Es ist eine neue Ordnung, die Alon hier vornimmt und sie erregt nicht den leisesten Zweifel. Alles – so scheint es – befindet sich genau am richtigen Platz. Selbst die drei Möbelstücke, die einzig von einem klapprigen Bürostuhl gehalten werden oder der dunkle Schrank mit den Glastüren, der auf einem viel zu kleinen Tisch steht. Doch dann, plötzlich, wirken die Gegenstände mit ihren Gebrauchsspuren doch etwas fremd im cleanen White Cube der Galerie. Wie Auswanderer in einer neuen, noch unbekannten Heimat. Wie Alons Eltern, die einst von Europa aus in den Nahen Osten immigrierten oder wie der Künstler selbst, der die umgekehrte Richtung einschlug.&lt;br /&gt;Die Vergangenheit seines Materials, die auch bei der „arte povera“ eine zentrale Rolle spielte, ist für Alon wichtig. Die hölzernen Möbel erzählen von vielen Geschichten, Gefühlen und Dramen - von einem Leben vor ihrer Zeit als Teil eines Kunstwerks, als noch auf ihnen gesessen oder an ihnen gespeist wurde. Doch Mitleid erregen will der Künstler nicht. Vielmehr inszeniert er die alten Helden des Alltags, wie Stars in einem Schauspiel, indem er indem er ihnen eine Bühne bereitstellt, sie mit Licht ausstattet und sie dann wohlwollend den Blicken der Besucher überlässt.&lt;br /&gt;Teil des Spiels sind auch die zahlreichen kunstgeschichtlichen Verweise. Von Dada, Environment-Kunst, die die Trennung von Kunst und Leben zu überwinden suchte, über Aktionskunst der 60er Jahre, Objektkunst bis hin zu Fluxus. Namen, wie Robert Rauschenberg, Marcel Duchamp oder Joseph Beuys fallen einem ein. Letzterer hatte in seiner Arbeit „Erdbeben im Palast“ von 1981 ebenfalls Möbel und verschiedene Alltagsgegenstände verwendet.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nir Alon: The state of things, Tinderbox, Billwerder Neuer Deich 72 (Rothenburgsort), bis 15.2. Infos unter: www.tinderbox-art.com&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;SZENE HAMBURG, 02/2008, Text: Christiane Opitz&lt;br /&gt;FOTO: Tinderbox&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-2271735581208943120?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/2271735581208943120/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=2271735581208943120' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/2271735581208943120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/2271735581208943120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2008/02/ordnung-der-dinge.html' title='Ordnung der Dinge'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R6hGEN15dcI/AAAAAAAAAC0/ifahbMjvEBM/s72-c/IMG_7970_web.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-2659493125154137444</id><published>2008-01-09T14:04:00.000+01:00</published><updated>2008-11-13T09:18:07.100+01:00</updated><title type='text'>Pawlow´sche Fäuste</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R4TNzL7cyHI/AAAAAAAAACs/Nt8Z7beMtDo/s1600-h/Pawlow_klein.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R4TNzL7cyHI/AAAAAAAAACs/Nt8Z7beMtDo/s320/Pawlow_klein.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5153470152877852786" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Georg Baselitz wird in diesem Monat 70 Jahre alt. Die Deichtorhallen zeigen aus diesem Anlass erstmals die "Russenbilder" des Malers, der die Kunst auf den Kopf stellte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor sich Georg Baselitz seinem eigenen Werk zuwandte, indem er seine bekanntesten Bilder wie "Helden" oder "Orangenesser" ganz neu re-mixte, arbeitete er zwischen 1998 bis 2002 an einer Reihe von Motiven, die ebenfalls stark mit seiner Biografie verknüpft sind: Werken des Sozialistischen Realismus. Mit ihnen kam der junge Baselitz in den fünfziger Jahren in Berührung. Unter anderem in Schulbüchern waren die "Russenbilder", wie sie der Künstler etwas verächtlich nennt, abgebildet und am 1949 in der DDR als einzig zulässiger Stil progagiert worden. Zu sehen waren die üblichen Szenen: Geschichtsträchtige und zukunftsweisende Ereignisse der jüngsten russischen Geschichte, Kampfszenen aus dem Zweiten Weltkrieg und der Aufbau einer neuen kommunistischen Gesellschaft auf dem Lande. Nicht zu vergessen, Portraits von Lenin und Stalin sowie Darstellungen bekannter Wissenschaftler und einfacher Arbeiter, die als "Helden der Arbeit" zu Vorbild avancierten.&lt;br /&gt;Baselitz wurde am 23. Januar 1938 als Hans-Georg Kern in Sachsen geboren, später sollte er seinen Künstlernamen von seinem Geburtsort Deutschbaselitz ableiten. Bevor er 1958 in den Westen übersiedelte, bekam er die Anfänge des Sozialistischen Realismus unmittelbar mit - er studierte in Ost-Berlin unter anderem bei Walter Womacka, einem der Hauptvertreter. Dass Baselitz diese ästhetisch verordnete und politische aufgezwungene Kunstgattung in seinen "Russenbildern" erneut hernimmt bedeutet für ihn ganz offensichtlich Versöhnung und Abrechnung zugleich.&lt;br /&gt;Spannend wird es, wenn man erkennt, dass die Vorbilder selbst schon ambivalent waren. Auf dem Original von M.W. Nesterow "Portrait des Mitglieds der Akademie I.P. Pawlow" sitzt der Psychologe Pawlow an einem Tisch, die Arme weit nach vorne gestreckt, die Hände auf einem Arbeitsheft ruhend. Starr fixiert er einen Blumentopf auf dem Tisch. Entgegen des propagandistischen Dekrets, den Mann Zuversicht und Stärke ausstrahlen zu lassen, wie jemand, der sich mit aller Kraft in den Dienst seinen Landes stellt, haftet diesem grauhaarigen Herren beileibe nichts Heroisches an. Im Gegenteil. Alt und einsam wirkt er. Aufs Abstellgleis geschoben. Baselitz greift dieses Motiv 1998 auf. Anders als in den meisten seiner Werke steht das Bild nicht auf dem Kopf, sonder n ist lediglich um 45 Grad geneigt. Das bedeutet: Pawlow, dem der Künstler das Antlitz seines eigenen Vaters lieh, hängt förmlich in der Luft. Das Bild besteht aus eindrucksvoll leicht dahin getupften Pinselsprenkeln in Braun-Rot, Schwarz, Blau und Gelb, die an manchen Stellen spärlicher, an anderen dichter die Fläche besiedeln.&lt;br /&gt;Konzentriert hat sich Baselitz in erster Linie auf die Figur und seine direkte Umgebeung. Tisch und Blumen sind nur grob skizziert und verorten sich in einer seltsam armen Weißfläche im unteren Drittel. In diese ragen nur die Hände hinein, was den Fokus auf die geballten Fäuste richtet, und somit auf diese Geste der Verzweiflung. Durch die Drehung des Motivs sind die Pawlow´schen Fäuste zum Dreh-und Angelpunkt geworden. Auf ihnen ruht nun die ganze Last.&lt;br /&gt;Einsamkeit. Depression und Tod verstecken sich hier zwischen den heiteren, expressiv hingetupften Farben. Diese Gleichzeitig von Unbeschwertheit und Schwere begegnet man öfter auf den "Russenbildern", die aus vier stilistisch sehr unterschiedlichen Serien bestehen. In der Ausstellung hängen sie in nicht-chronologischen Reihenfolge: die pointilistischen Gemälde (1999), die Kriegsbilder (1998-1999), Lenin und Stalin (1998-2002) und die Lochbilder (2000-2002). In ihnen träte die "Malerei besonders frei und ungebunden in Erscheinung", schreibt Deichtorhallen-Direktor Robert Fleck im Katalog. So scheinen sie die malerisch starren Vorbilder geradezu aus den Angeln zu heben. Sogar ein Kriegsbild wie "Nach der SChlacht" (1999) vermag dies. Es ist ein Ölbild, das aber so verwaschen wie ein Aquarell daherkommt. Von weitem betrachtet mutet es wie ein abstraktes Blumenbild an. Warme Farben, wie pink, violett und gelb dominieren. Doch dann erkennt man Soldaten, Gewehre, Stiefel, einen Hund...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;CHRISTIANE OPITZ&lt;br /&gt;Published in SZENE HAMBURG, January 2008&lt;br /&gt;Foto: Wolfgang Neeb, Georg Baselitz&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-2659493125154137444?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/2659493125154137444/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=2659493125154137444' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/2659493125154137444'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/2659493125154137444'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2008/01/pawlowsche-fuste.html' title='Pawlow´sche Fäuste'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R4TNzL7cyHI/AAAAAAAAACs/Nt8Z7beMtDo/s72-c/Pawlow_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-365182830100832719</id><published>2007-12-02T16:57:00.000+01:00</published><updated>2008-11-13T09:18:07.193+01:00</updated><title type='text'>Space is the Place</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R1La_dIRYqI/AAAAAAAAACk/1Zidzjydx0U/s1600-R/NIGHTFALL_300dpi_klein.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R1La_dIRYqI/AAAAAAAAACk/6VwtA5wUztM/s320/NIGHTFALL_300dpi_klein.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5139410908469093026" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Inside the Black Cube - Thomas Baldischwyler untersucht das Scheitern der Naturabbildung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Realität oder Täuschung? Der große Raum der Galerie für Landschaftskunst wirkt kleiner als zuvor. Diese Stauchung jedoch ist kein optischer Trick. An der Stirnseite wurde eine Wand eingezogen. Diese und eine zweite hat der Künstler Thomas Baldischwyler, der hier zur Zeit seine jüngsten Arbeiten präsentiert, komplett schwarz gestrichen, was den Eindruck einer Verknappung des Raums noch verstärkt. Ein zusätzlich angefertigtes Podest, ebenfalls schwarz, vervollständigt den Black Cube, den Baldischwyler speziell für seine Arbeiten schuf.&lt;br /&gt;Und es ist nicht irgendein Raum, den der Künstler und Musiker hier installierte, denn die dunklen Flächen verkörpern die unendlichen Weiten des Alls. Die Exponate an den Wänden - Mischformen aus Fotografie, Malerei und Objekt - sowie der Tisch mit Texten und Abbildungen darauf sind Baldischylers Beiträge zum Scheitern einer exakten Übersetzung von Natur auf Leinwand oder Papier.&lt;br /&gt;Im Sinne des postmodernen Samplings sind Baldischwylers Arbeiten theoretisch angereichtert und verweisen sowohl auf Kunsthistorisches, wie beispielsweise die englischen Präraffaeliten und ihren Zeitgenossen John Ruskin (1819-1900), als auch auf popkulturelles Material wie Texte und Plattencover des Detroiter Musikproduzentenkollektivs Underground Resistence. So unterschiedlich die Quellen auch sind, alle eint das Verlangen, Natur als Natur abbilden zu wollen, ohne die menschliche Komponente hinzuzunehmen. Ein Unterfangen, das nur misslingen kann und wohl für alle Zeit ein Versprechen bleiben wird.&lt;br /&gt;Dennoch versucht sich auch Baldischwyler an einer Übersetzung. Für "Nightfall" hat er verschiedene Jeansstoffe zusammengenäht, auf Holz aufgebracht, mit künstlichem Licht eine Tag-Nacht-Grenze geschaffen und das ganze fotografiert. "Iwasaki" heißt eine andere Arbeit, die sehr typisch für die momentane Arbeitsweise Baldischwylers ist. Als visueller Stoff wird ein Bild des japanischen Airbrush-Künstlers Iwasaki hergenommen, das eine fantastische Weltallimpression samt Sternenspektrum, zeigt.&lt;br /&gt;Zur künstlerischen Praxis gehören nun eine ganze Reihe von Arbeitsschritten aus Abfotografieren, Bemalen, Einscannen und Vergrößern. Am Ende entsteht ein Werk, das den Betrachter mit mit Bedacht gewählten Details an der Nase herumzuführen versteht, indem es Dreidimensionalität vorgaukelt, wo keine ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Jupiter und Saturn have not yet cooled off", Galerie für Landschaftskunst, bis 2.2.2008; www.gflk.de&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Christiane Opitz for SZENE HAMBURG 12/07&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Foto: © Galerie für Landschaftskunst/ Thomas Baldischwyler&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-365182830100832719?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/365182830100832719/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=365182830100832719' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/365182830100832719'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/365182830100832719'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/12/space-is-place.html' title='Space is the Place'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/R1La_dIRYqI/AAAAAAAAACk/6VwtA5wUztM/s72-c/NIGHTFALL_300dpi_klein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-7941669943092978927</id><published>2007-11-12T12:35:00.000+01:00</published><updated>2008-11-13T09:18:07.349+01:00</updated><title type='text'>Neue Utopien</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RzhFmrPOCyI/AAAAAAAAABY/4ph9vQFxC4I/s1600-h/malkjovic1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RzhFmrPOCyI/AAAAAAAAABY/4ph9vQFxC4I/s320/malkjovic1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5131928306132585250" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der kroatische Künstler David Maljkovic betrachtet kulturelles Erbe aus der fernen Zukunft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unheilvolles Brummen erfüllt den Raum, der teilweise mit Rigipsplatten verkleidet ist. Es klingt wie der Motor eines Raumschiffes. Dann tut sich eine Schneelandschaft auf. Die Fahrt geht rasant. Die Kamera filmt ein silbern glänzendes Space-Auto, das sich in kurvigem Gelände seinen Weg bahnt. Die Reise führt zu einem Gebäude mit nicht minder futuristischer Äußerem. Genau wie der Wagen schimmert seine metallische Außenhaut in der Sonne. Die "Besucher", die dem Auto entsteigen und das seltsame Gebäude staunend in Augenschein nehmen, kommunizieren in einer fremdartigen Singsprache miteinander. Ist dies ein heiliger Ort, fragen sich die Fremden? Nein, so kommen sie überein. Ein Gott existiert hier nicht. Was gibt es hier zu tun? Umfunktionierung, lautet ein Vorschlag.&lt;br /&gt;Und genau das macht auch David Maljkovic. In seiner Videoinstallation "Scenes for New Heritage" setzt sich der kroatische Künstler mit dem von Vojin Bakic (1905-1992) erbauten Denkmal in Petrova Gora auseinander, konnotiert es durch seine künstlerische Auseinandersetzung neu. Der modernistische Bau, das muss man wissen, ist Teil des kollektiven Gedächtnisses seiner Generation (Maljkovic ist Jahrgang 1973). Während der 1980er Jahre war das Kriegsopfer-Mahnmal ein obligatorisches Ausflugsziel für die kommunistische Jugend. Als Maljkovic 2003 nach Petrova Gora zurückkehrte, fand er den einstigen Vorzeige-Bau vollkommen vernachlässig vor. Er war erstaunt über das überwältigende und faszinierende Gefühl der Absenz, das dieser, in seiner Erinnerung so lebendige Ort, plötzlich hervorrief. Er begann, an dem Drehbuch für eine Videoserie zu schreiben. 2004 entstand dann der erste Teil der Trilogie "Scenes for New Heritage", der im Mai 2045 spielt. 2006 folgten dann Teil zwei und drei. Warum spielen Maljkovics Szenen in der Zukunft? Um dem historischen Ort eine neue Ebene zu geben, die eine geschichtliche und politische Deutung ausklammert. Ihn beschäftigt die Tatsache, dass ein ehemals so mit Bedeutung aufgeladener Ort zu einem leeren Raum werden kann. Diese Leere betont Maljkovics, indem er eine zukünftige Zeit wählt, die keine Linearität mehr zur Vergangenheit aufweist. "Ich nutze den Raum der Zukunft als ein Element von Offenheit," erklärt der 34-Jährige dazu in einem Interview mit der Kunsthistorikerin Natasha Ilic. Als Vor- und Nachbereitung zu seinen Videoarbeiten sieht Maljkovic seine Collagen, die aus zeichnerischen Elementen, Folien und Schrift bestehen und die im zweiten Raum des Kunstvereins zu sehen sind. Keinesfalls sollten diese jedoch als didaktisches Zubrot verstanden werden. Es sind völlig eigenständische Arbeiten, die dem Betrachter neue Utopien eröffnen.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;David Maljkovic: Almost Here. Kunstverein in Hamburg, bis zum 18.11.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Published in SZENE HAMBURG 11/07 by Christiane Opitz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Foto: "Szene for new heritage", Whitechapel Art Gallery, London, 2007&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-7941669943092978927?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/7941669943092978927/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=7941669943092978927' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/7941669943092978927'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/7941669943092978927'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/11/neue-utopien.html' title='Neue Utopien'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RzhFmrPOCyI/AAAAAAAAABY/4ph9vQFxC4I/s72-c/malkjovic1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-260451085369735522</id><published>2007-09-10T18:17:00.000+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:07.455+01:00</updated><title type='text'>Mandla Reuter – PICTURES</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RuVv9dY1wpI/AAAAAAAAABQ/AWZX_JDZ0do/s1600-h/mandla_reuter.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RuVv9dY1wpI/AAAAAAAAABQ/AWZX_JDZ0do/s320/mandla_reuter.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5108612453973213842" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nichts ist mehr privat. Diesen Eindruck könnte man jedenfalls gewinnen, wenn man heutzutage den Fernseher einschaltet und – ohne es zu wollen – Gast in den nachbarlichen Wohnzimmern wird.  Dort beobachtet man dann Hinz und Kunz beim Kochen, Einrichten und Erziehen. Auch der in Berlin lebende Künstler Mandla Reuter widmet sich dem Privatraum, allerdings auf eine subtilere Weise. In einer 50-Quadratmeter-Wohnung in Kirchdorf-Süd richtet er ein temporäres Kino ein, komplett mit 35mm Projektor und Soundanlage, ganz so wie in einem echten Kinosaal - und deklariert damit den heimischen Lebensraum zum öffentlichen Lichtspielhaus. Im Programm: ein aktueller Blockbuster, wie er gerade auch in den kommerziellen Kinos läuft. Außerhalb des Gebäudes auf Höhe der Wohnung im 13. Stock kündigt ein großes Neonschild die Vorführzeiten und den projizierten Film an. Die Fragen, die der Künstler mit diesem Projekt aufwirft, streifen nicht nur den politischen Diskurs zum öffentlichen Raum, sondern kreisen auch um Kulturgebrauch, Wahrnehmung und Funktionsweisen der Raumnutzung. In erster Linie aber wird hier ein Spannungsfeld erzeugt. Dort wo die Öffentlichkeit in Gestalt des fremden Kinogängers auf das intime Zuhause einer Privatperson trifft, könnte sich etwas entwickeln, das zwischen Gastfreundschaft und Unbehagen changiert und wofür Jacques Derrida den Begriff der „Hostipitalité“ (zu deutsch: Gastfeindschaft) prägte. Wir wollen es nicht hoffen.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Mandla Reuter (Berlin): Pictures, Erlerring 10, Kirchdorf-Süd, Öffnungszeiten und Film (Die Simpsons): Mi., Sa., So. 19:30 Uhr bis 22:30 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Christiane Opitz, for SZENE HAMBURG 09/2007&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-260451085369735522?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/260451085369735522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=260451085369735522' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/260451085369735522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/260451085369735522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/09/mandla-reuter-pictures.html' title='Mandla Reuter – PICTURES'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RuVv9dY1wpI/AAAAAAAAABQ/AWZX_JDZ0do/s72-c/mandla_reuter.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-5499756709714560261</id><published>2007-08-07T18:36:00.000+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:07.663+01:00</updated><title type='text'>Unverdünntes Leben</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RrihWJkSkbI/AAAAAAAAABI/dnm3oBLAcPE/s1600-h/064_x_dix.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RrihWJkSkbI/AAAAAAAAABI/dnm3oBLAcPE/s320/064_x_dix.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5096000380267041202" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frivoles Nachtleben, Großstadttypen und soziale Randbezirke – Das Bucerius Kunstforum zeigt 100 Aquarelle, sowie drei illustrierte Kinderbücher des Erfinders der Neuen Sachlichkeit, Otto Dix.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen, die Dix malte, sind alles andere als schön. Dürre, skelettartige Frauenkörper, ausgemergelt, die Brüste schlaff herunterhängend, so begegnen dem Betrachter Animierdamen im Berlin der Goldenen Zwanziger. Aus bunt geschminkten, greisen Fratzen schauen ihre Augen starr und kalt geradeaus. Auf den Straßen sieht es nicht besser aus. Kriegskrüppel, mit Loch im Gesicht oder einem Holzbein, gelbsüchtige Kranke, Mörder. Sind die Menschen auf Dix’ Bildern nicht krank, vom Verfall gezeichnet oder schon tot, hocken sie einsam auf Balkonen herum oder blicken stumm, wie ein älteres Ehepaar in der Zeichnung „Das Fenster“ (1923), am Leben vorbei. &lt;br /&gt;Dix war ständig auf der Jagd nach dem, was er selbst das „unverdünnte Leben“ nannte. Aus diesem Grund begab er sich in die Rotlichtbezirke und Salons, auch außerhalb Berlins, und dokumentierte dort Szenerien, die von fatalistischer Amüsiersucht einerseits und dem zwanghaften Verlangen nach spießiger Aufgeräumtheit andererseits zeugten. Dix, der sich auf Selbstportraits stets als gut gekleideten Dandy inszenierte, sah sich als „Auge der Welt“. Seinem analytischen Blick sollte kein gesellschaftliches Konstrukt, keine menschlichen Schwächen, keine Doppelmoral verborgen bleiben. Formal presste er seine Eindrücke nicht in ein stilistisches Korsett, sondern verfuhr mit Pinsel und Stift so, wie es ihm die Realität diktierte. Dazu überzeichnete Dix, bis ins Groteske, aber nur um das wahrhaft Abgründige hervorzukehren. &lt;br /&gt;Ein Motiv zieht sich wie kein zweites durch Dix’ Werk, die bekannte, hier gespenstisch anmutende Allianz zwischen Eros und Thanatos. Auf dem Bild „Älteres Liebespaar“ (1923) hat es sich ein hochbetagtes Duo auf der Chaiselongue bequem gemacht. Während sein linker Arm auf ihren fleischigen Schultern ruht, ist seine rechte, knochige Hand in ihrem entblößten Schritt zugange. Ihre geilen Körper wollen Leben, sind jedoch dem Tod viel näher. &lt;br /&gt;Trotz dieser essentiellen und somit eher „schweren“ Sujets (oder gerade deshalb?), sind Dix’ Motive nicht frei von humorvollem Bildwitz, der von derbe bis feinsinnig variiert und der formal durch einen karikaturistischen Zeichenstil betont wird. So werden besonders die Spießbürger jener Zeit mit ihrer steifen Korrektheit der Lächerlichkeit preisgegeben. Scheinbar sanftere Töne schlägt der Künstler in seinen farbenfroh illustrierten Kinderbüchern an, die er für seinen Neffen und seine eigenen Kinder anfertigte und von denen drei in der Ausstellung zu sehen sind. Artisten, Cowboys und wilde Tiere tollen hier fröhlich über die Seiten. Doch Obacht. Dix wäre nicht Dix, wenn nicht auch hier und da versteckt das Unheil lauern würde...&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Otto Dix: Geisterbahn und Glanzrevue. Aquarelle und Gouachen, Bucerius Kunstforum, bis zum 9.9.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;PUBLISHED IN SZENE HAMBURG 8/2007 BY CHRISTIANE OPITZ&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;© VG Bild-Kunst, Bonn 2007&lt;br /&gt;Foto: Christie's Images Ltd 2007&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-5499756709714560261?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/5499756709714560261/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=5499756709714560261' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/5499756709714560261'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/5499756709714560261'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/08/unverdnntes-leben.html' title='Unverdünntes Leben'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RrihWJkSkbI/AAAAAAAAABI/dnm3oBLAcPE/s72-c/064_x_dix.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-7847356115960559223</id><published>2007-06-17T00:40:00.000+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:07.800+01:00</updated><title type='text'>Die Welt macht dick</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RnRoD6Shh3I/AAAAAAAAABA/_7xpOfPa6Iw/s1600-h/06b-Wurm_One-minute-Sculptu.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RnRoD6Shh3I/AAAAAAAAABA/_7xpOfPa6Iw/s320/06b-Wurm_One-minute-Sculptu.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5076797096349239154" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Deichtorhallen spielen sich merkwürdige Szenen ab. Aus der Sofalehne ragt ein menschliches Bein. Stühle werden ihrer Funktion enthoben und wie ausgefallene Accessoires um den Leib geschlungen. Köpfe verschwinden in einer winzigen Holzhütte. Die Gliedmaßen, die hier so genüsslich mit Alltagsgegenständen verwachsen, gehören den Ausstellungsbesuchern der Erwin-Wurm-Retrospektive. "One Minute Sculptures" heißen diese Verrenkungen und ungewöhnlichen Positionen, die schließlich auf einem Foto festgehalten werden. Ende der 90er-Jahre initiierte Wurm ganze Serien dieser temporären, performativen Skulpturen. Achtung - hier wird ein vermeindlicher Widerspruch zelebriert, der die traditionelle Vorstellung von der Dauerhafigkeit der Skulptur in Frage stellt. Wurm schenkt ihr eine zeitliche Komponente und setzt die Skulptur so bewusst dem Scheitern aus, denn die Körper, die sich hier im Reigen mit allerlei Obst und Gemüse akrobatisch verbiegen, können nicht lange so verharren. Unter den Handlungsanweisungen des Meisters werden Individuen zu Darstellern, die im alltäglichen Leben nicht alltägliche Gesten vollführen müssen. Er macht sie zu Antihelden, deren Unzulänglichkeiten auf die Spitze getrieben werden. Das Festhalten des flüchtigen Moments - meist in einer Fotografie - verleiht diesem schließlich doch Dauerhaftigkeit und macht ihn in dieser Hinsicht einer klassischen Skulptur ähnlich. &lt;br /&gt;Betrachtet man die Inszenierung des Körpers in den Arbeiten des Österreichers, so scheint es, als sei er seiner definierten , festgelegteen Form überdrüssig. Die Lösung liegt für Wurm in dessen Neuerfindung. Aufgeblasen, verwachsen, gebogen, transformiert - so begegnen dem Betrachter daher die Körper in Oevre Erwin Wurms, zum Beispiel das FAT HOUSE. Wie ein riesiger, zerfließender Käse steht es mitten in der Ausstellungshalle. Es hat sich vom festen, in einen flüssigen Aggregatzustand begeben. Aus der Form geraten, stellt das üppige Gebäude den kleinbürgerlichen Traum eines Eingamilienhauses dar, das genau wie seine Bewohner satt und selbstzufrieden wirkt. Wer dem Haus einen Besuch abstattet, wird Zeuge seines Seelenlebens: In einem Video, das Wurm 2003 produzierte, lässt er das fette Haus mit monotoner Stimme über das Verhältnis von Kunst und Architektur und seinen eigenen Status als Skulptur philosophieren. &lt;br /&gt;Zum vollschlanken Haus gesellt sich das FAT CAR als weiteres übertrieben gezeichnetes Statussymbol. In hochglanzpoliertem, rotem Lack steht es da und parliert, in einem dazugehörigen Video über Drogen, Gewalt, Gott und das Leben. Plattitüden, aber auch konkrete Feststellungen über "fette" Firmen, Mächte, Städte - Metaphern Wurms für gescheiterte, gesellschaftliche Entwicklungen. &lt;br /&gt;Auch der "Künstler, der die Welt verschluckte" ist fett. Er versucht sich die Welt anzueignen , indem er sie sich einverleibt, eine Versinnbildlichung des unstillbaren menschlichen Wissenshungers. Zusätzlich persifliert diese Arbeit die Künstliche Begabung, die Realität transformieren zu können. Eine weitere Skulptur, "Der Künstler, der die Welt verschluckte, als sie noch eine Scheibe war", spielt auf historische Wissensentwicklung an und lässt hier die den häufig aufblitzenden anthropologischen Ansatz Wurms erkennen. &lt;br /&gt;Seine Kleiderskulpturen, die er Anfang der 90er Jahre anfertigte, stellen den Körper konkret infrage, machen ihn als Formgeber obsolet. Die über Blechröhren und Sockel gezogenen Hosen und Pullover definieren das Bild vom Körper neu, indem sie andere Oberflächen als die menschlichen, bekleiden. Auch die Staub-Arbeiten spielen mit  körperlicher Präsens und Fiktion gleichzeitig. In leeren Vitrinen markieren feine Staubschichten, wo Objekte gestanden haben. Fehlt hier die eigentliche Skulptur? Nein, sie ist da, ersetzt als Imagination den materiellen Körper. &lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;CHRISTIANE OPITZ&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Erwin Wurm:"Das lächerliche Leben eines ernten Mannes, das ernste Leben eines lächerlichen Mannes" - Retrospektive, Deichtorhallen; bis 2.9.&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;Foto: ERWIN WURM, VG BILD-KUNST&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Published in SZENE-HAMBURG June 2007&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-7847356115960559223?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/7847356115960559223/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=7847356115960559223' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/7847356115960559223'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/7847356115960559223'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/06/die-welt-macht-dick.html' title='Die Welt macht dick'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/RnRoD6Shh3I/AAAAAAAAABA/_7xpOfPa6Iw/s72-c/06b-Wurm_One-minute-Sculptu.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-5726482607774053247</id><published>2007-04-12T13:46:00.000+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:07.933+01:00</updated><title type='text'>Das muss erstmal verdaut werden</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rh4cQPsItOI/AAAAAAAAAAw/yqlpZ9THtWc/s1600-h/karte_h%C3%BCxl2007.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rh4cQPsItOI/AAAAAAAAAAw/yqlpZ9THtWc/s400/karte_h%C3%BCxl2007.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5052506897371411682" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wimperntierchen blinzeln illluminiert. target target target. Psychoplasmaschweine zittern vor HÜXL Task Force. Kernuntersuchung, die Maskerade dekodieren. Pixelstörungen. Rhizome. Dieses Zelt ist die Welt. Eingetrichtert und platt gewalzt. Mutter Natur hat Gold im Mund. forschen aufwühlen kontrollieren. Analyse der Fließgeschwindigkeit. Tropfend Kanäle durchkriechen, Gänge finden, mit Lupen und anderen Extensionen. Höhlen. Touristenexkursion führen ins Exil. Und wenn die Bombe explodiert, steht morgen in der Zeitung: Tod durch Bratwurstg´häck. Leuchtstoffe wie Kondensstreifen. Never mind Biomaschinen. Zunächst muss das Schwein durch gezielte Stromstöße in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Dann in die Ecke drängen und zustechen. Der Kadaver muss auf giftige Sporen untersucht werden. Dann essbar. Aufschäumen. In Waben. Wirken, die Ursuppe mit Nährflüssigkeit anreichern. Blut ist dick. Triumverat. Ein gefundenes Fressen. Macht was. Geschändet wachsen Wurzeln weiter. Turn up your experience. Mit Netz und doppeltem Boden von der vierten in die dritte Dimension. hit me. Im Weiher spielen depressive Robots Handygames. Das muss erstmal verdaut werden. Und am Ende hat die Wurst ein Ende. Erlegen, jagen, häuten, Vorräte anlegen und den Winter überdauern. Dauersteaming mit Knödelverfolgung. Heimat als Utopie. Tools R Us. Verzweigt connected mit mega-spezial Werkzeugen. Verbunden. Hand in Hand in den Mund. konservieren. sezieren. Flashbacks von Karpfengesichtern. Chemotronic Labnoise, Elektrolysehypnose. Ionen und Dioden erzeugen Blitzgewitter. Hohepriester XL Phantasma catch a dream von Freundschaft und Liebe. Darum Reflektorhelme, damit es einen nicht zerreist. Filter. Amplitudenausschlag. St. Antonius arbeitslos. Die freigesetzten Nanoteilchen müssen fluktuieren. In Kapseln werden sie durch aktive Systeme katapultiert, bis sie sich pulverisieren. In der Programmiersprache der Natur heißt das: H-Ü-X-L hoch3. Die Achse des Bösen muß draussen bleiben. Sonst wird sie gnadenlos gegrillt, gedrittelt und in ihre einzelnen Bausteine zerlegt. Warum sind die Touristen traurig? Weil der Karpfen weint? Weil die Fachwerkmuster von Nahem betrachtet nur klein mit Hut sind? Weil sie fremd sind. Hier leben. Danke nein. Und doch. Biomorphe Doppelherzfrequenz. Langzeitfolgen nicht ausgeschlossen (sogar sehr wahrscheinlich). wechseln kontaminieren Struktur beleuchten auschecken einchecken rahmen festlegen horten aufsaugen kaltstellen kochen abnagen abreißen aufbauen pausieren Ortsbeschreibung zusammen raufen gemeinsam Anfang Ende entdecken ziehen tragen teilen tanzen. Anlauf. Die Fährte aufnehmen. In der weit gefächerten Welt der Lebewesen trifft man unweigerlich auf solche, durch deren bloße Erscheinung und absonderliches Verhalten die menschliche Einbildungskraft in Erstaunen versetzen. Riesenhafte Tintenfische. Abgründe tun sich auf. Polyphallische Symbolik. Tiefenrausch. Hochkomplexe Leuchtorgane. Vampyroteuthis. Ins Ungewohnte tauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zur Ausstellung "HÜXL`XL - FLASHBACKS REFLEKTORPHASE_A" vom 5.4. bis 15.4. im Westwerk/Hamburg.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Autorin: Christiane Opitz&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-5726482607774053247?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/5726482607774053247'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/5726482607774053247'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/04/hxl-xl-im-westwerk.html' title='Das muss erstmal verdaut werden'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rh4cQPsItOI/AAAAAAAAAAw/yqlpZ9THtWc/s72-c/karte_h%C3%BCxl2007.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-667109544741494647</id><published>2007-04-12T12:52:00.000+02:00</published><updated>2008-11-13T09:18:08.087+01:00</updated><title type='text'>Aufforderung zum Glück</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rh4jTfsItPI/AAAAAAAAAA4/21MG-ERB4y8/s1600-h/kahra.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rh4jTfsItPI/AAAAAAAAAA4/21MG-ERB4y8/s400/kahra.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5052514649787380978" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Einfach mal einspannen, loslassen - das kann der Betrachter in den traumhaft schönen Landschaften Vivian Kahras. Märchenhafte Wälder in zarten Pastelltönen laden zu Spaziergängen ein, offene Lichtungen zum Bleiben. Manchmal begegnet man Menschen, anderen Flaneuren oder Sportlern, doch sie sind nicht auf Kommunikation aus, sondern wollen sich im Schoße der Natur verlieren. &lt;br /&gt;Malereien als Naherholungsgebiete? Vivian Kahras Bildschöpfungen sind ambivalenter. Was hier noch mitschwingt, so romantisch-leicht ihre Landschaften auch anmuten, ist ein unbehagliches Gefühl, das Gefühl gespenstischer Einsamkeit. Diese ist sowohl einer entrückten Farbigkeit geschuldet als auch fragmentarischer Leerstellen, die große Teile der Szenerien zu verschlucken scheinen. In "Lichtung" aus dem Jahre 2006 nimmt eine solche Weißfläche fast zwei Drittel des Bildes ein. Im Hintergrund ragen fedrige Baumkronen in kühlen Blau- und Grüntönen in den farblosen Himmel. Davor ein Zaun, der sich nur schwach vor dem hellen Nichts abzeichnet. Am linken Rand, kleinere amorphe Löcher, die die Form der Äste und Sträucher immitieren. Hier scheinen Teile des Bildes wie mit einem Radiergummi entfernt worden zu sein. &lt;br /&gt;Auch in der Arbeit "Passing the Forest" (2006) taucht dieser Kahlschlag auf. Auf der rechten Bildhälfte sieht man einen Baum, der nur noch schemenhafte Konturen aufweist. Man hat den Eindruck, nur noch Spuren seiner ursprünglichen Gestalt wahrzunehmen. Diese Flecken können als Aufforderung der Künstlerin verstanden werden, mit eigenen Fantasien die Szenerien zu vervollständigen, sich so eine private Glücksutopie zu schaffen. Andererseits demonstrieren die Auslöschungen Vergänglichkeit. Sie ähneln filmischen Einzelbildern, die nur flüchtig die Netzhaut des Betrachters streifen. &lt;br /&gt;Die 35-Jährige selbst bezeichnet ihre Bildwelten als "materialisierte Erinnerungen", die sich lediglich in einer ehrlichen Sekunde offenbaren. Sie spielt bewusst mit Grenzverwischungen zwischen Innen und Außen. In ihren Bildern ist beides immanent: Sie zeigen Gedankenräume, die trotz ihrer Visualisierung auf Leinwand keine Beständigung aufweisen. Die Motive, Landschaften, Orte scheinen immer in Bewegung zu sein und ähneln so den fluktuierenden Kopfbildern. Die weißen Löcher treten dort auf, wo Bildinformationen in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Vivian Kahra "Inner Movies": Galerie Peter Borchardt, 30.3. - 9.6.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Abbildung: Copyright Galerie Peter Borchardt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;TEXT: CHRISTIANE OPITZ&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Published in SZENE HAMBURG 4/2007&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-667109544741494647?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/667109544741494647'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/667109544741494647'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/04/aufforderung-zum-glck.html' title='Aufforderung zum Glück'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rh4jTfsItPI/AAAAAAAAAA4/21MG-ERB4y8/s72-c/kahra.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-4159967264385028235</id><published>2007-03-02T11:32:00.000+01:00</published><updated>2008-11-13T09:18:08.243+01:00</updated><title type='text'>Größer als das Leben</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Ref_TKmpZpI/AAAAAAAAAAg/nBqm2KXLKYQ/s1600-h/cole_1827.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Ref_TKmpZpI/AAAAAAAAAAg/nBqm2KXLKYQ/s320/cole_1827.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5037275412966237842" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Bucerius Kunstforum zeigt im ersten Teil seiner Ausstellungstrilogie „150 Jahre Amerikanische Kunst (1800 – 1950)“ frühe Meisterwerke der Hudson River School.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Majestätische Bergrücken, sonnendurchflutete Täler, Sonnenaufgänge in zartrosé – Die Landschaften von Thomas Cole und anderen Vertretern der Hudson River School sind zu schön, um wahr zu sein. Wenn die Titel der Arbeiten nicht auf reale Orte, wie den Hudson oder die White Mountains verweisen würden, könnte man glauben, diese fast menschenleeren Auen und Küsten wären einem idealisierten Utopia entsprungen. Und teilweise sind sie es auch. Trotz des Anspruchs einer möglichst realistischen Abbildung der Natur, kam es vor, dass Cole &amp; Co Teile aus anderen Gegenden in ihre eigenen Traumlandschaften einbauten, nie jedoch, ohne die Achtung und Ehrfurcht vor den Naturwundern ihrer Region, zu verlieren. Im Gegenteil: Die Überhöhung war unmittelbarer Ausdruck einer ehrlichen, von Herzen kommenden Respekts- und Liebesbekundung. Sie waren stolz auf ein Land, das als Nation zwar noch jung war, es aber erdgeschichtlich durchaus mit Europa aufnehmen konnte, den alten Kontinent sogar in naturbelassener Weite noch übertraf.&lt;br /&gt;Die Hudson River School war ein loser Verband aus etwa 72 Landschaftsmalern, die Mitte des 19. Jahrhunderts im State New York lebten und wirkten. Ihre Sujets: die Naturschönheiten des Hudson Flusstals, felsige Schluchten und die Wälder der Catskill Mountains. Ihre wichtigsten Vertreter waren unter anderem der in Solingen geborene Albert Bierstadt, Sanford Robinson Gifford, Frederic Edwin Church und selbstverständlich Thomas Cole, der als Begründer der Bewegung gilt. Von ihrem Atelier in der New Yorker Tenth Street aus, unternahmen die Künstler ausgedehnte Sommerreisen in die Umgebung. Die dort angefertigten Skizzen und Aufzeichnungen dienten dann in den Herbst- und Wintermonaten als Vorlagen für die großen Gemälde.&lt;br /&gt;Das Thema Landschaft war die wichtigste nationale Kunstgattung in den USA, die von Beginn an auf den Markt ausgerichtet war. Sammler rissen sich um die Bilder der Hudson River School, weil sie explizit „amerikanisch“ waren und die junge Nation aus Einwanderern durch ihre erhabenen Naturdarstellungen zu einen verstanden. Motive, wie die mächtigen Niagara Fälle oder das lichtdurchflutete Yosemite Valley, verbreiteten eine Aura des Göttlichen und man war der Auffassung, von oberster Stelle aus reich beschenkt worden zu sein. Aus diesem Selbstbewusstsein heraus speist sich der Glaube an eine bedeutende, zivilisationsgeschichtliche Rolle Rolle Amerikas in der Welt, die sich bereits in diesen frühen Äußerungen der amerikanischen Kunst manifestiert.&lt;br /&gt;Die Erforschung des Kontinents in Richtung Westküste war in vollem Gange und ersten Touristen machten sich auf, ihr Land mit seinen Millionen Jahre alten Naturwunder zu erkunden. Nicht zuletzt motiviert durch die sehnsuchtsvollen, wild-romantischen Landschaftsdarstellungen der Hudson River School. Doch so träumerisch die Motive anmuten, so moralisch waren sie gleichzeitig gemeint. Den Malern ging nicht nur um schwelgerische Ausflüge in die unberührte Wildnis, die sakralen Huldigung heimatlicher Gefilde, sondern auch um einen naturwissenschaftlichen Anspruch - der Erforschung von Flora und Fauna. Thomas Cole machte in den 1830er Jahren zudem vor den Gefahren des industriellen Fortschritts aufmerksam, sah insbesondere im Ausbau des Eisenbahnnetzes eine große Bedrohung für die Natur. So sind seine hyperrealistischen Szenerien, immer auch als Mahnung zu verstehen, ganz so, als wolle er dem Betrachter sagen: Seht! Dieses Paradies gilt es zu bewahren!&lt;br /&gt;Die Trilogie „150 Jahre Amerikanische Kunst (1800 – 1950)“ im Bucerius Kunstforum wird im nächsten Jahr mit impressionistischen Portraits des „Gilded Age“ fortgeführt und endet 2009 mit den „Großstadtbildern“ der Ash Can School bis Edward Hopper.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; „Neue Welt. Die Erfindung der amerikanischen Malerei“. Frühe Meisterwerke der Landschaftskunst aus der Neuen Welt: Bucerius Kunstforum bis 28.5&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt;&gt; text: Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;PUBLISHED IN SZENE HAMBURG, MARCH 2007&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bildquelle: "View in the white Mountains" by Thomas Cole, 1827; Bucerius Kunstforum&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-4159967264385028235?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/4159967264385028235/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=4159967264385028235' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/4159967264385028235'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/4159967264385028235'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/03/grer-als-das-leben.html' title='Größer als das Leben'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Ref_TKmpZpI/AAAAAAAAAAg/nBqm2KXLKYQ/s72-c/cole_1827.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-7178063696634492102</id><published>2007-02-07T14:50:00.000+01:00</published><updated>2008-11-13T09:18:08.341+01:00</updated><title type='text'>Sich selber sehen</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rcna8UT-w1I/AAAAAAAAAAM/ewvIm8z5lAQ/s1600-h/schjerfbeck_bild-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rcna8UT-w1I/AAAAAAAAAAM/ewvIm8z5lAQ/s200/schjerfbeck_bild-.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5028791188715389778" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Kunsthalle zeigt über 120 Arbeiten der finnischen Modernistin Helene Schjerfbeck (1862-1946).&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zarte Mädchengesicht wirkt verloren und unendlich traurig. Riesige blaue Augen scheinen ins Leere zu blicken. Sie sind mit Tränen gefüllt. Wirres blondes Haar. Ihre Hände halten einen dünnen Zweig in einer Tasse, der genauso zerbrechlich wirkt, wie sie selbst. „Die Genesende“ heißt dieses Bild, gemalt 1888 von der in Europa wenig bekannten finnischen Künstlerin Helene Schjerfbeck. Obwohl der damals 27-Jähigen für dieses impressionistisch beeinflusste Bild 1889 auf der Weltausstellung in Paris die Bronzemedaille verliehen wurde, gelangte sie, trotz dieser frühen Erfolge nie zu dem großen Ruhm, der ihrem außerordentlichem Talent angemessen gewesen wäre. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Vielleicht lag es an ihrem aufmüpfigen Wesen. Vom Realismus kommend und impressionistische Einflüsse aufgreifend verweigerte sich Schjerfbeck zur Jahrhundertwende der verordneten Nationalromantik ihrer nordischen Heimat und beschritt ihren ganz eigenen Weg. Selbstbewusst setzte sie moderne Kunstauffassungen um, nahm sogar bereits Momente der Abstraktion in einigen Bildern vorweg. &lt;br /&gt;Möglicherweise war ihre schwache Konstitution der Grund für den ausbleibenden internationalen Erfolg. Schjerfbeck litt Zeit ihres Lebens unter starken Schmerzen, die sie 1902 sogar dazu zwangen auf weitere Reisen nach Paris, Florenz und Wien zu verzichten. In ihrer Heimat war sie zu diesem Zeitpunkt bereits eine der wichtigsten finnischen Künstlerinnen. Schjerfbeck zog sich aufs Land zurück und malte in den folgenden 50 Jahren selbstgewählter Isolation das einfache Leben von Schulmädchen und Näherinnen in ihrem ganz eigenen expressiven Stil. Zunehmend wählte sie sich selbst als Motiv. An eine Freundin schrieb sie: „Wo ich jetzt selten die Kraft habe zu malen, habe ich mit einem Selbstportrait begonnen, man hat das Modell immer zur Hand, nur ist es nicht immer so lustig, sich selber zu sehen.“ So zeigt das „Selbstbildnis mit Palette“ Schjerfbeck als 75-Jährige. Bis auf die Farben der Palette - blau, weiß, gelb und rot - ist das Bild vollständig in Grautönen gehalten. Auffällig sind die stark konturierten Augen, die den Betrachter aus dem hageren Gesicht heraus anblicken. Schonungslos dokumentiert die Malerin hier ihren eigenen körperlichen Zerfall. &lt;br /&gt;Helene Schjerfbecks Selbstportraits sind es, auf die die Retrospektive der Kunsthalle einen besonderen Fokus richtet. Insgesamt werden über 120 Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen – darunter auch ihre bekannten Stilleben – gezeigt.  Zu sehen sind Arbeiten, die nach dem Tod der Künstlerin selbst in Skandinavien noch nicht ausgestellt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Helene Schjerfbeck, Retrospektive, 2.2. bis 6.5. Kunsthalle Hamburg (im Hubertus-Wald-Forum), Eröffnung: 1.2. 19 Uhr. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG, 2/2007&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bild: Helene Schjerfbeck, Selbstbildnis mit Palette 1, 1937&lt;br /&gt;© Moderna Museet, Stockholm&lt;br /&gt;© VG Bild-Kunst, Bonn 2006&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-7178063696634492102?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/7178063696634492102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=7178063696634492102' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/7178063696634492102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/7178063696634492102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/02/sich-selber-sehen.html' title='Sich selber sehen'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_PVvOu_MChQM/Rcna8UT-w1I/AAAAAAAAAAM/ewvIm8z5lAQ/s72-c/schjerfbeck_bild-.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-116811024259878508</id><published>2007-01-06T20:00:00.002+01:00</published><updated>2007-01-06T20:04:02.600+01:00</updated><title type='text'>„Wir haben sehr viel vor“</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/1600/114986/doggy4%2Bne%20travaillez.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/320/588277/doggy4%2Bne%20travaillez.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In diesem Monat startet das neue Programm des Kunstvereins Harburger Bahnhof mit der Asstellungsreihe „Reihe: Ordung“. SZENE  HAMBURG sprach mit dem neuen künstlerischen Leiter, dem Künstler Tim Voss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Szene Hamburg: Der Harburger Kunstverein hatte in der Vergangenheit eine große Fluktuation von Leitern und Kuratoren. Sie treten jetzt mit einem auf zwei Jahre angelegten Konzept an. Was haben Sie vor?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tim Voss:  Die Ausstellungsreihe „Reihe: Ordnung“ ist der Versuch, das Programms des Kunstvereins Harburger Bahnhof über eine neue Kontinuität erfahrbar zu machen. Insgesamt sieben formal und inhaltlich miteinander verbundene Ausstellungen unter den einzelnen Schlagwörtern und Titeln Arbeit, Liebe, Geld, Macht, Sex, Freiheit und Zukunft sollen einen affirmativen Anreiz für die Besucher bieten.  Darunter geht es uns in einer Teamarbeit mit den Künstlern um eine ästhetische Aufteilung und Sichtbarmachung des Gemeinsamen des Gemeinschaft – voller Überraschungen. Neben der Ausstellungsreihe wird es aber auch einige kleinere Projekte geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie wollen Sie das Publikum vor Ort für den Kunstverein gewinnen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Harburg hat eigentlich eine Öffentlichkeit für Kunst. Der Kunstverein ist sehr gut besucht, auch wenn er etwa die Hälfte seines Publikums von nördlich der Elbe zieht. Es gibt mehrere attraktive Kunst-Orte in Harburg, zum Beispiel die Sammlung Falckenberg in den Phönix-Werken und Art-Agents-Gallery. Trotzdem ist eine gute Öffentlichkeitsarbeit bisher vernachlässigt worden.  Ein Mitgliederangebot mit Vorträgen und Führungen, wie man es aus anderen Kunstvereinen kennt, gab es hier in Harburg nie. Das werden wir einführen. Mein Wunsch ist es, dass es uns gelingt, für den Betrachter Situationen zu schaffen, die das Verhältnis zwischen ihm und der Kunstbetrachtung enthierachisiert. Wir haben sehr viel vor, ob es uns gelingt werden wir sehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was möchten Sie mit Ihrem kuratorischen Team noch verändern?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir, das heißt Susanne Schröder, Veit Rogge und ich , wollen professionelle Strukturen einführen. Das heißt, wir wollen nicht nur unsere Ideen hineintragen, sondern kümmern uns auch um die Finanzierung. Für die erste Ausstellung haben wir jetzt Geld von der Bundeskulturstiftung bekommen. Auch zur Kulturbehörde haben wir wieder Kontakt aufgenommen, der verloren gegangen war.  Aber wir suchen auch nach überregionalen Sponsoren und bieten Editionen an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie sah die Vorarbeit zur ersten Ausstellung „Arbeit“ aus?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben uns gefragt: Was haben wir für einen Begriff von Arbeit und Tätigkeit? Gerade aus der künstlerischen Produktion heraus, die aus dem scheinbaren Paradox besteht, dass der Künstler zweckfrei arbeiteten und forschen soll, und genau darin seine Funktion besteht. Außerdem hat uns die Debatte um das bedingungslose Grundeinkommen interessiert. Da wurde auf einmal wieder die Frage gestellt „Wie lebe ich und wir möchte ich leben?“ und über Menschenbilder diskutiert. Das hat uns an dem Thema gereizt. Weniger seine realpolitische Umsetzbarkeit. Von diesem Gedanken werden wir ausgehen und die Initiative einfach mal als Kunstwerk behaupten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Sehen Sie sich selbst mehr als Künstler oder mehr als Kurator?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin von meiner Ausbildung her Künstler, habe aus meiner jetzigen Praxis heraus mit beiden Begriffen so meine Schwierigkeiten. Aber scheinbar geht der Trend eh hin zur Mischform – wenn man sich beispielsweise anschaut, was Roger Bürgel für die nächste dokumenta vorhat. Die Definitionen sind in der Schwebe. Wir wollen ja auch in dieser Ausstellungsreihe unsere eigenen Arbeitsbedingungen im Harburger Bahnhof, die Strukturen mit thematisieren. Hierauf spielt auch der ironisch gemeinte Begriff der Ordnung an. Dazu gehört, dass wir jede Hierarchie in Frage stellen möchten, zum Beispiel eben auch in den Begriffen Kurator und Künstler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interview: Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Harry Sachs, Franz Höfner, Markus Lohmann und Michael Böhler: „Arbeit“, 27.1. bis 1.4., Eröffnung: 27.1., 20 Uhr; „Reden über Reihe: Ordnung“ mit dem Archiv Kultur &amp; soziale Bewegung: 20.1. 16 Uhr; Öffentliches Künstlergespräch: 28.1., 16 Uhr, Kunstverein Harburger Bahnhof., Im Fernbahnhof, Hannoversche Straße 85, Di-So 11-18 Uhr, Do 11-21 Uhr, Telefon 76 75 38 96; www.kunstvereinharburgerbahnhof.de.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG, January 2007&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-116811024259878508?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/116811024259878508/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=116811024259878508' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116811024259878508'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116811024259878508'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2007/01/wir-haben-sehr-viel-vor_06.html' title='„Wir haben sehr viel vor“'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-116510058573701072</id><published>2006-12-03T00:00:00.000+01:00</published><updated>2006-12-03T00:03:05.756+01:00</updated><title type='text'>„Ich komme vom Gesicht einfach nicht los“</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/1600/469759/samia_klein.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/320/810697/samia_klein.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Die Blankeneser Portraitmalerin Danka Kowalski forscht nach den Geschichten hinter den Gesichtern. In jeder Falte, in jedem Blick spürt sie der Vergangenheit ihrer Modelle nach. Kowalski malt Seelenlandschaften&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Behutsam legt der Mann auf dem Bild seine Hände um den Vogel. Der Mann ist alt, Falten durchfurchen sein Gesicht. Um seinen Mund herum wirkt es seltsam eingedrückt, was daran liegt, dass er sein Gebiss nicht trägt. Trotzdem wirkt er würdevoll. Seine Augen drückt so viel aus, Trauer und Schmerz – und gleichzeitig närrischen Schalk und Zärtlichkeit, die ganze Palette der Emotionen eben, die ein spannendes Leben wie seines zu bieten hat. &lt;br /&gt;Bei dem Vogel handelt sich um eine verletzte Taube, die er in seiner Wohnung in St. Pauli hält, erzählt Danka Kowalski, die Malerin dieses Portraits, und bei dem Mann, um Sylvin Rubinstein, einen 92-jährigen, ehemaligen Weltstar, der in den dreißiger Jahren als Flamencotänzer große internationale Erfolge feierte. &lt;br /&gt;Danka Kowalski lächelt, als sie von Rubinstein erzählt. „Manchmal flucht er ganz fürchterlich auf jiddisch,“ grinst sie, „oder er bekommt diesen stechenden Blick, wenn er von seinem Widerstand gegen die Nazis erzählt.“ &lt;br /&gt;Danka ist ein zierliche Person mit wilder, rotbrauner Lockenmähne und wachem Blick. Und sie redet schnell, die Worte sprudeln förmlich aus ihrem Mund, eingefärbt in einem charmanten polnischen Akzent. „Was ich male, sind die Geschichten von Menschen. Das ist es was mich interessiert.“, sagt sie. Am liebsten sind ihr daher ältere Gesichter, die im wahrsten Sinne „vom Leben gezeichnet sind“. Diese verewigt sie in Öl, formatfüllend und fotorealistisch, auf mittelgroßen Leinwänden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geschäftig huscht die agile Frau durch ihr offenes und helles Atelier, zieht mal hier mal dort Skizzen, Fotos und Malereien aus Stapeln hervor und erzählt in einem nicht abreißen wollenden Wortstrom von den Geschichten der Menschen, die auf den Bildern zu sehen sind. &lt;br /&gt;Da ist zum Beispiel Isi, 84 Jahre, eine Frau mit wachen, freundlichen Augen, die ihr mit ihrer Art unglaublich imponiert hat. Richtige Freundinnen sind sie geworden, in der kurzen Zeit, die sie sich kannten. Oder der Vater einer Freundin, der bereits sterbenskrank gewesen ist, als sie ihm zum ersten Mal begegnet. Das Modellsitzen bei Danka, lässt ihn aufblühen. Aus Pietät malt sie ihn ohne seinen Beatmungsschlauch. Als er stirbt, werden ihre Bilder rund um den Sarg herum aufgestellt. Die Tante ihrer Freundin Joanna aus Warschau wiederum trifft sie nie. Es gibt nur Fotos als Anhaltspunkte. Zum Glück hat ihre Freundin die Idee mit dem Tonband. Sie nimmt heimlich Erzählungen der Tante auf und schickt die Kassette nach Hamburg. Mit der spannenden Lebensgeschichten im Ohr, malt die Künstlerin mehr, als auf den Fotos zu sehen ist. Das Gesicht weist beeindruckende Charakterspuren auf und eine Tiefe, die man selten in gemalten Portraits vorfindet.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Danka Kowalskis eigene Geschichte ist ähnlich turbulent, wie die ihrer Modelle. Sie studiert in Warschau an der Kunstakademie, als Ende der 60er Jahre antisemitische Stimmung im Land aufkommt. Unter Innenminister General Moczar werden insgesamt etwa 20.000 polnische Juden zum Verlassen des Landes unter Verlust der Staatsbürgerschaft gezwungen, darunter auch Danka und ihr Mann. Nach Stationen im ehemaligen Jugoslawien und Holland, kommen beide als Asylsuchende nach Deutschland. In Düsseldorf studiert Danka dann von 69 bis 71 an der Kunstakademie. 1975 gehen sie nach Hamburg, wo ihr Mann eine Stelle als Physiker bei DESI bekommen hat. Die kleine Familie – inzwischen sind sie zu dritt - lässt sich unweit des  Forschungszentrums in Blankenese nieder, wo die Künstlerin heute noch mit ihrem Mann lebt. Danka studiert weiter an der Kunsthochschule am Lerchenfeld, bekommt zwei weitere Kinder und reist mit ihrer Familie bald hier bald dorthin, zwei Jahre Genf, Israel und USA. „Das Leben war ziemlich abwechslungsreich“, kommentiert sie bescheiden ihre ereignisreiche Biografie.&lt;br /&gt;Trotz der zahlreichen Stationen in ihrem Leben: Blankenese ist und bleibt ihre Heimat, denn hier befinden sich Dankas Freunde, ihre Arbeit und ihr bezauberndes Heim, ein ehemaliges Kapitänshäuschen, direkt an der Elbe gelegen. Und - was der Künstlerin und politisch engagierten Frau besonders wichtig ist - hier passiert etwas. In ihrer Umgebung gibt es zahlreiche interessierte Menschen, die etwas auf die Beine stellen, Ausstellungen organisieren oder zur Geschichte Blankeneses recherchieren, zum Beispiel im „Verein zur Erforschung der Geschichte der Juden in Blankenese“ oder der sehr aktiven Kirchengemeinde.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Geschichten sind überall. Besonders schöne, spannende und dramatische spiegeln sich in den Augen der Gesichter wider, die Danka Kowalski auf ihren Bildern festgehalten hat. &lt;br /&gt;Und dennoch gibt es Momente, wo sie sich nach neuen künstlerischen Herausforderungen sehnt. Dann will sie „weg vom Gesicht“ und hin zur Abstraktion. Von Benedikt, dem „Freund einer Freundin“ fertigte sie unzählige Bilder an, nur mit Ausschnitten seines Gesichtes. Sie ging sehr nah heran, dachte, die Formen würden sich mit der Zeit auflösen und sie zur „reinen Malerei“ führen. Sie wollte die Persönlichkeit des Mannes in eine abstrakte Form bringen, ihm dort ein Denkmal setzen. Letztendlich scheiterte dieses Unterfangen. „Ich komme vom Gesicht einfach nicht los,“ seufzt die 60-jährige schicksalsergeben, aber nicht unglücklich. &lt;br /&gt;Rubinstein schaut gnädig aus seinen Augenwinkeln hinunter auf die kleine Frau. Die Gesichter an den Wänden lächeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;text: Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Published in ALTONA MAGAZIN Ausgabe 2/2006 (November 2006)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-116510058573701072?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/116510058573701072/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=116510058573701072' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116510058573701072'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116510058573701072'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/12/ich-komme-vom-gesicht-einfach-nicht.html' title='„Ich komme vom Gesicht einfach nicht los“'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-116510032414428132</id><published>2006-12-02T23:51:00.001+01:00</published><updated>2006-12-07T22:53:38.863+01:00</updated><title type='text'>Made in Hamburg</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/1600/339946/ullrichs.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/320/814596/ullrichs.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Zum sechsten Mal jährt sich Index, die „Übersichtsschau für aktuelle Kunst“ in Hamburg. Was ist neu? Christiane Opitz sprach mit der künstlerischen Leiterin und Index-Gründerin Elena Winkel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Szene Hamburg: Ist der Zauber des Anfangs nach fünf Jahren Index immer noch da?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Am Anfang war eher Chaos und Euphorie, denn der erste Index wurde gemeinsam&lt;br /&gt;mit meiner Freundin Angela Schlösser innerhalb eines Monats auf die Beine gestellt. Teilnehmer waren befreundete Künstler. Das ganze war im Grunde eine Kurzschlusshandlung. Aber daraus ist dann das geworden, was Index heute ist, nämlich eine größere Veranstaltung mit viel mehr Besuchern und viel mehr Künstlern. Der Zauber ist mit den Jahren eher gewachsen. Dieses Jahr ist die Aufregung besonders groß, denn erstmals wurden  Arbeiten extra für Index06 produziert. Das ist ein toller Beweis dafür, dass das Projekt von den  Künstlern akzeptiert wird - und um die geht es ja im Wesentlichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;&lt;br /&gt;Wie wurden die 50 teilnehmenden Künstler ausgewählt? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Neu war dieses Mal, dass es eine offene Ausschreibung gegeben hat. So konnte ich zum ersten Mal sehen, wie viele Künstler sich für Index interessieren. Sonst war es immer so, dass ich die Künstler gezielt angesprochen habe, weil ich deren Arbeiten in Ausstellungen gesehen hatte, in der Jahresausstellung der Hochschule, in kleinen Galerien in Hamburg oder temporären Ausstellungsräumen. Erstmals hatte ich dieses Jahr Unterstützung bei der Auswahl der Arbeiten und zwar von dem Kurator Thorsten Albertz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Thorsten Albertz ist Kurator und Geschäftsführer der Berliner Galerie Arndt &amp; Partner, die 2004 den Hamburger Maler Henning Kles auf der Index entdeckte. Wie hat die Zusammenarbeit mit Albertz geklappt? Gab es Auseinandersetzungen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ja gab es. Aber positiver Natur. Dass Thorsten Albertz und ich uns in den meisten Punkten einig waren, zeigt vielleicht, dass man in der Kunst doch so etwas wie einen Qualitätsbegriff zumuten kann. Vielleicht haben wir auch nur den selben Geschmack. Jedenfalls haben wir viele Ateliers aufgesucht. Bei der Auswahl der Arbeiten ging es in erster Linie darum, klare Positionen herauszuarbeiten. Wenn 50 Künstler ausstellen ist das einfach sehr wichtig, dass jede/jeder Einzelne möglichst eindeutig präsentiert wird, auch wenn dadurch nur ein Ausschnitt aus dem gesamten künstlerischen Ansatz berücksichtigt wird. An dem Punkt kam es dann manchmal zu Auseinandersetzungen mit den Künstlern. Außerdem hat sich Herr Albertz mit Kritik nicht zurückgehalten und beispielsweise auch gesagt, wenn ihm Werke zu gefällig schienen. Ausgewählt haben wir gezielt Arbeiten, die Brüche aufweisen, die nicht nur schön sind, sondern geheimnisvoll, seltsam, einfach besonders. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Welche Arbeiten sind speziell für Index entstanden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Einige sind noch in Arbeit - (zum Glück sind es Installationen - wären es Bilder, wäre am 8. Dezember wohl die Farbe noch nass) zum Beispiel wird Burg Koller einen Wunschbrunnen zeigen, aus dem man eine Münze entnehmen kann, um einen Wunsch zurückzunehmen ("When taking a coin - cancel a wish"). Ein schöne, ironische Referenz an eine Verkaufsausstellung. Oder Almut Grystra, die eine Handy-Maschine mit dem Titel "artbrut" produziert hat, auch extra für die Ausstellung. Die Arbeit spielt mit kuriosen Wortschöpfungen, die mit der Spracherkennung des Handys entstehen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die letzten Jahre wurden fast ausschließlich leichter verkäufliche Malerei, Zeichnung und Fotografie gezeigt. Dieses Jahr sind viele Skulpturen und Installationen dabei. Zufall?&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;Das ist keine Reaktion auf einen Markt-Trend. Dieses Jahr haben sich einfach viele Künstler mit sehr guten plastischen Arbeiten beworben. Ein Beweis dafür, das nicht der Markt die Trends vorgibt! Es sind die Künstler, die entscheiden. Ein Glück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Wie sieht die Zukunft aus? Was passiert bei Index07?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Es wird sich einiges tun. Index wird ab dem nächsten Jahr nicht mehr im Dezember sondern schon Anfang Herbst stattfinden und sich damit und sich damit von dem Image der Weihnachtsmesse distanzieren. Außerdem soll der Aspekt der "überregionalen Aufmerksamkeit", weiter ausgebaut werden. Ein Ableger von Index in Berlin wäre zum Beispiel reizvoll. Aber auch hier würde die Förderung aktueller Kunst aus Hamburg an erster Stelle stehen. Index soll den lokalpatriotischen Ansatz der Anfänge nicht verlieren. Es geht ja primär um die Kunst in Hamburg und um die Strukturen ihrer Vermittlung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interview: Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Index06: Kunsthaus Hamburg, Klosterwall 15, Mo-So 11-18 Uhr; 9.-12. Dezember, Eröffnung 8. 12. , 19 Uhr; siehe auch: www.index-hamburg.de &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Published in SZENE HAMBURG, 11/2006&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-116510032414428132?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/116510032414428132/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=116510032414428132' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116510032414428132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116510032414428132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/12/made-in-hamburg_02.html' title='Made in Hamburg'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-116509978377004801</id><published>2006-12-02T23:46:00.000+01:00</published><updated>2006-12-02T23:49:43.776+01:00</updated><title type='text'>Der Amokläufer in mir</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/1600/545322/amok.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/x/blogger/2755/3623/320/590514/amok.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein nettes Mädchen aus gutem Hause. Seit T.C. Boyle weiß ich, dass mich das nicht davor schützt, zum fremdenfeindlichen Paranoiker zu werden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neulich im Supermarkt Hamburg-St.Georg. Auf der konzentrierten Suche nach irgendetwas, pralle ich mit meinem Einkaufswagen in einen jungen, dunkelhäutigen Mann. „I´m sorry“, murmele ich, ohne groß nachzudenken – aber auch in der Annahme, dass er ein deutsches „Entschuldigung“ nicht verstehen würde. „Nichts für ungut, junge Frau,“ entgegnet der Angerempelte in lupenreinem Hochdeutsch. Ich bin verblüfft. Er ist Hamburger, genau wie ich, durchzuckt es mich. Ja klar, warum auch nicht? Peinlich berührt biege ich mit meinem Wagen eilig in den nächsten Gang und verstecke mich hinter dem Gemüse.&lt;br /&gt;Später im Rückblick dann der Ärger über mich selbst.  Da hält man sich für offen und tolerant und dann ertappt man sich im Alltag wieder bei solch blöden Vorurteilen. Dabei müsste ich es doch eigentlich besser wissen: eine bildungsbürgerliche Erziehung genossen, ein geisteswissenschaftliches Studium an einer eher linken Uni absolviert, schwule Freunde – nützt alles nichts, dennoch schleichen sich diese politischen Unkorrektheiten ein, die einen daran zweifeln lassen, wie tolerant man denn nun wirklich ist. In der Theorie sind wir natürlich alle frei von Vorurteilen. In der Praxis hapert es. Musste ich ernüchtert feststellen.&lt;br /&gt;Auch T.C. Boyles Roman América beginnt mit einem großen Knall. Der liberale Saubermann Delaney Moosbacher fährt mit seinem frisch gewachsten japanischen Wagen einen Mann über den Haufen. Den illegalen Mexikaner Cándido. Da es Delaneys gute humanistische Erziehung verbietet weiterzufahren, steigt er aus und sucht im abschüssigen, dicht bewachsenen Hang des Canyons nach dem Verletzten. Schließlich findet er den blutverschmierten Mann. Der versteht aber weder Englisch noch Französisch. Delaney drückt Cándido zwanzig Dollar in die Hand und fährt weiter.&lt;br /&gt;Dieser Crash zu Beginn des Romans ist nur der erste große Zusammenprall. Viele sollen folgen. Fest steht: Das Leben der Männer ist von diesem Moment des Unfalls an auf schicksalhafte Weise miteinander verknüpft. Dabei könnten die Situationen der beiden kaum unterschiedlicher sein. Delaney lebt im aufgeräumten Vorort Arroyo Blanco, gemeinsam mit Sohn und Gattin. Diese ist eine erfolgreiche Immobilienmaklerin, während der naturverbundene Delaney Kolumnen über die Flora und Fauna des Canyons für eine Zeitschrift schreibt. Die Moosbachers sind gebildete Anglo-Amerikaner, stilvoll, tierlieb, ernährungsbewusst, liberal.&lt;br /&gt;Das krasse Gegenteil verkörpern Cándido und seine schwangere Frau América. Sie hausen wie Tiere versteckt im Canyon, ernähren sich von den Resten, die die Wohlstandsgesellschaft wegschmeißt und führen ein Leben in Angst vor der Polizei, gewaltbereiten weißen Vorstadtkids und sogar ihren eigenen Landsleuten.&lt;br /&gt;Was an Boyles Roman beeindruckt und verstört, ist die Wandlung des politisch korrekten Delaney, der sich auf einer Bürgerversammlung noch vehement gegen einen Schutz-Zaun rund um die Siedlung ausspricht, hin zu einem fremdenfeindlichen, aggressiven, zutiefst verängstigten Mann, der hinter jeder Häuserecke Unheil vermutet. Seine Wahrnehmung verengt sich im Verlauf des Romans zunehmend, hin zu einem klaren Feindbild: den Illegalen.&lt;br /&gt;Es beginnt mit leisen Zweifeln, ob Cándido nicht absichtlich vor sein Auto gelaufen sei, um ihn um Schmerzensgeld zu erpressen. Dann findet er immer mehr Indizien für die barbarische Natur der Fremden, zum Beispiel, dass der Canyon seit ihrer Ankunft im Müll erstickt. Delaney, der mit Berichten über einheimische Tier- und Pflanzenarten sein Geld verdient, beobachtet diese Entwicklung mit Grausen. Seine Kolumnen werden wirrer und paranoider. Immer öfter ist die Rede von fremden Arten, die sich ausbreiten und die heimischen Rassen verdrängen. Einmal schreibt er: „Die Coyoten sind auf dem Vormarsch; sie sind gerissen, scharfsinnig, hungrig und nicht aufzuhalten.“&lt;br /&gt;Die Lage spitzt sich weiter zu, als tatsächlich ein Coyote in den Garten der Moosbachers eindringt und einen ihrer Hunde tötet. Das Maß ist voll. In Delaneys Kopf verschwimmen Coyote und Mexikaner zu einer tödlichen Bedrohung. Das Unzivilisierte bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg in die amerikanische Kultur – und Delaney greift zum Colt.&lt;br /&gt;Besonders schmerzhaft sind die unterschiedlichen Prioritäten der beiden Parteien, die Boyle gnadenlos in Kontrast zueinander setzt. Für die Mexikaner im Canyon geht es schlichtweg ums nackte Überleben, während Delaney jeden Morgen Kaffee mit fettarmer Milch trinkt (der Kalorien wegen) und regelmäßig joggen geht. Das Leben Américas und ihres Mannes ist für sich genommen schon schlimm, doch im direkten Vergleich zum Moosbacher´schen Way of Life wirkt es wie die Hölle auf Erden.&lt;br /&gt;In América geht es um die Menschlichkeit und die Schwierigkeit, sie zu bewahren. Menschlich zu handeln ist leichter, wenn die Grundbedürfnisse gewährleistet sind. So lautet Boyles versteckte These. Dennoch sind es gerade die reichen Amerikaner, die sich den Mexikanern gegenüber unmenschlich zeigen. Das Aufeinanderprallen dieser beiden Existenzen öffnet Delaney nicht die Augen für politische und soziale Missstände oder führt ihn dazu sein Handeln zu hinterfragen. Es bewirkt genau das Gegenteil: Argwohn und Angst.&lt;br /&gt;Ich habe mich nach der Lektüre des Buches gefragt, wie viel von Delaney Moosbacher in mir selbst steckt. Und wenn er da irgendwo lauert – wie ich verhindern kann, dass er Amok läuft. Wie viel Misstrauen und Vorurteile habe ich selbst gegenüber den Anderen? Ich bin gebildet und satt, ich lebe einer Demokratie. Ich habe die besten Voraussetzungen, um nicht zum fremdenfeindlichen Paranoiker zu werden. Um echte Anteilnahme, echtes Verständnis zu zeigen, keine antrainierte political correctness. Nach diesem Roman habe ich angefangen, mich selbst zu beobachten, mir vorzunehmen nächstes Mal anders zu reagieren. Ich will daran arbeiten, den inneren Zaun abzureißen. Oder zumindest eine große Pforte hineinzubauen.&lt;br /&gt;Am Ende des Romans siegt übrigens doch noch die Menschlichkeit. Der eine rettet dem anderen das Leben, als beiden das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht. Es ist Cándido, der Delaney vor dem Ertrinken rettet. Er tut instinktiv das, was der reiche Weiße aus Los Angeles eigentlich hätte tun sollen und wozu er die ganze Zeit über Gelegenheit gehabt hätte: dem anderen die Hand zu reichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published on Zeit.Zuender online 11/2006&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-116509978377004801?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/116509978377004801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=116509978377004801' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116509978377004801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/116509978377004801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/12/der-amoklufer-in-mir.html' title='Der Amokläufer in mir'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115680130775071199</id><published>2006-08-28T23:41:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:25:39.383+02:00</updated><title type='text'>Dunkle Natur</title><content type='html'>&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/stgeorg1.2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/stgeorg1.0.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Projektraum FILTER widmet dem Sujet „Wald“ eine Gruppenausstellung – mit drei KünstlerInnen aus Island, USA und Spanien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nostalgisch verklärte Blick auf den Wald als Gegenentwurf zur rastlosen, hochgetakteten Existenz in den Städten ist keine Erfindung unserer Zeit. Wald als Mythos, als Sehnsuchts- und Zufluchtsort, so kannten ihn schon die großen Romantiker des 18. Jahrhunderts. Literaten wie Künstler preisen  seit dem seine geheimnisvolle Aura und selige Natur. „Back to Nature“  - dieses Postulat wird heute noch immer dann laut, wenn Chaos und Unsicherheit im hyper-urbanisierten Leben derart zusetzen, dass nur noch die Flucht in die archaischen Wälder Rettung verspricht. Doch Vorsicht. Der Wald kann auch anders. Als Hort des Unheimlichen ist er Brutstätte des Bösen, Heimat märchenhafter Kreaturen und düsterer Geheimnisse . &lt;br /&gt;Diese trifft man in der Arbeit der isländischen Künstlerin Gabríela Fridriksdóttier an. In ganz unterschiedlichen Medien – u.a. Skulpturen, Video und Zeichnungen – erzählt die 35-jährige mit skurriler Bildsprache aus der Sagenwelt Islands. Bizarre Natur gepaart mit dunklem Spiritualismus eröffnen dem Besucher eine fantastische und phantasmagorische Welt zwischen Fiktion und Realität. Fridriksdóttier, die mit ihrer Landsmännin Björk und deren Mann, dem Filmkünstler Matthew Barney bereits mehrere Musikprojekte realisierte, zeigt in der Ausstellung „a forest“ einen Teil der Installation Versation/ Tetralogia, damals eigens zusammengestellt für die Venedig Biennale 2005.&lt;br /&gt;Als grausamer Peiniger zeigt sich die Natur in den Zeichnungen des Spaniers Luis Vidal. Karge Landschaften dornenreicher toter Bäume schreiben sich schmerzhaft in die Haut von Kindern ein. Zarte schwarzen Linien, der leichte Duktus, ein sanft hingetupftes Rot, scheinen die inhaltliche Botschaft zunächst zu verharmlosen. Schließlich geht es  um Kindesmissbrauch. Doch dann wird klar, dass Vidals Stil die Zerbrechlichkeit von Kindern in einer feindlichen Umwelt unterstreicht und durch diesen Kontrast einen viel stärkeren, verstörenden Eindruck hinterlässt. Vidals Garden Eden entpuppt sich als infernalischer „Garden of Abuse“, in dem die grausame Natur für das Böse im Menschen steht.&lt;br /&gt;Die Ausstellung „a forest“ im Projektraum FILTER wird erstmals von Gastkuratoren ausgerichtet – von Jocelyn Adele Gonzales Junco (Miami/ Hamburg), Kunstkritikerin und Kuratorin, sowie Gamaliel Herrara, Ausstellungsmacher und Leiter des „Space Other“ in Boston. Dort findet im Anschluss an die Show in Hamburg der zweite Teil von „a forest“ statt,  mit KünstlerInnen wie Cang Xin (Beijing), Matias Faldbakken (Oslo), Guadalupe Ruiz Cifuentes Rihs (Zürich) und Ulla von Brandenburg (Hamburg).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gabríela Fridriksdóttier, Luis Vidal, Oliver Lutz : « a forest », FILTER, 28.8. (Vernissage) bis 23.9.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 09/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115680130775071199?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115680130775071199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115680130775071199' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115680130775071199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115680130775071199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/dunkle-natur.html' title='Dunkle Natur'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607407051537661</id><published>2006-08-20T13:40:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:48:43.336+02:00</updated><title type='text'>Heimat ist Utopie</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/goldenplay_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="float:middle; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/goldenplay_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Mensch geht nicht mehr durchs Leben, er hastet. Im modernen Alltag beschleunigen Körper und Geist immer rasanter, bis sie hochgetuned, im Einklang mit ihren technischen Prothesen schwingen. Fortbewegung in schnellen Transportmaschinen lassen ein Verweilen an einem Ort nicht mehr zu. Man bleibt im Jetzt – mit Blick auf Morgen – ohne zurück zu schauen. &lt;br /&gt;Die Welt ist klein, ein Dorf gar, und dennoch ist die Reise nie zu Ende, man kommt nie an.&lt;br /&gt;Moderne Kommunikationsgeräte nehmen sich des Geistes an. Internet und Mobiltelefon lassen den „realen“, körperlichen Raum verschwinden und schaffen als Ersatz eine temporäre Kommunikationsblase, die Anwesenheit und Nähe nur simuliert. Die Menschen entfremden sich zunehmend vom Ort, in dem ihre Körper leben. Und somit von den Körpern selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts dieses Gefühls der Ent-Ortung, die der Mensch in globalisierten Zeiten empfindet, stellt sich die Frage nach einem Verbleib des Ortes generell – und dem Verbleib des kontemplativen, stillen Ortes im Speziellen. Möglicherweise ist die Heimat so ein Ort.&lt;br /&gt;Inmitten einer sich immer schneller drehenden Welt, scheint „Heimat“ eine Insel ohne Zeit zu sein. Dieser Platz ist individuell verschieden. Für manche ist die Heimat im Schwarzwald, für manche in Berlin, für wieder andere ist sie eine Kleinstadt in Franken. In den meisten Fällen ist Heimat noch kleiner und zeigt sich in Form markanter Eckpunkte, einer Straße, einer Schule oder Geschäfts. Doch existiert dieser Ort tatsächlich? &lt;br /&gt;Bei genauer Betrachtung ist Heimat eigentlich kein echter Ort. Jedenfalls kein konkreter Platz zum Sehen und Anfassen. Genau genommen ist es vielmehr umgekehrt: Heimat „fasst an“. Sie ist, obwohl immer wieder auf Orte bezogen, ein Nicht-Ort. Heimat ist Kindheit, Sicherheit, eine Zeit, in der die Welt noch in Ordnung war. Cowboy und Indianer. “Wetten dass…?” mit den Eltern und Geschwistern in Wohnzimmer. Biene Maja. Gute-Nacht-Geschichten. Legoburgen und Weltraumstationen. &lt;br /&gt;Diese Zeit existiert nur noch in unserer Erinnerung – daher ist Heimat Utopie. Sie versinnbildlicht ein utopisches Sich-Verzehren und Sich-Sehnen nach einem vergangenen Zustand, der einmal war oder für etwas steht, das fehlt. Heimat als Sehnsuchtsbezirk, der vorrangig durch das Gefühl des Verlustes, des Heimwehs, spürbar wird. &lt;br /&gt;In diesen utopischen Ort kann nur unser Geist reisen. Unserem Soma bleibt die Rückkehr zum Planeten Heimat verwehrt. Allerdings benötigen wir noch die Sinne für die schöne Immersion. Geschmack, Gehör und Geruch fungieren als Portale, die direkt zum Ort der Heimat führen. Ein Stück Apfelkuchen im Mund erinnert uns an die Backkünste unserer Oma – und plötzlich: sitzen wir wieder in ihrer Küche mit dem alten Kachelofen und sind wieder acht Jahre alt. Oder der Wind treibt den Geruch von verbranntem Gummi in unsere Nasen – und plötzlich: sind wir wieder fünfzehn und hinterlassen mit unseren Mofas schwarze Reifenspuren auf dem Asphalt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Accompanying text to the exhibition "Wurzelbehandlung", published September 2005&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607407051537661?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607407051537661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607407051537661' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607407051537661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607407051537661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/heimat-ist-utopie.html' title='Heimat ist Utopie'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607401941356231</id><published>2006-08-20T13:39:00.001+02:00</published><updated>2006-08-29T00:26:27.656+02:00</updated><title type='text'>Richtungswechsel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/clinic_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/clinic_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Neue Arbeiten des polnischen Malers Wawrzyniec Tokarski bei Vera Munro&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keiner verabreicht uns die bittere Medizin aus Konsumkritik und Globalisierungswahn so schonend wie Wawrzyniec „Wawa“ Tokarski. Seine politische Botschaft springt den Betrachter nicht mit einem Schrei aus dem Werk heraus an, sie lacht ihm vielmehr auffordernd ins Gesicht – manchmal mit einem Augenzwinkern. Tokarskis Arbeiten kommen formal auf zwei stabilen Beinen daher. Der Bildebene, oft fragmentarisch auf das Wesentliche beschränkt, steht gleichberechtigt eine Ebene der Zeichen gegenüber. Worte, Logos und Symbole gehören zu dem popkulturellen und poetischen Zeichenvorrat, aus dem Tokarski schöpft. Zwei Malereien der Ausstellung spielen mit dem verfälschten Emblem der Vereinten Nationen, das einmal blutrot auf gewischtem braun-pinkfarbenen Untergrund mit dem Spruch „Safe. Then Sorry“ versehen ist. Die andere Arbeit zeigt einen Himmel aus verschiedenen Blautönen, dem mittig, kaum sichtbar, der Lorbeerkranz des UN-Logos mit dem Ausdruck „O.K.“ eingeschrieben ist. Tokarskis künstlerisch-politische Praxis erinnert an die situationistische Kunst Guy Debords, allerdings ohne diese Wut im Bauch, ohne das klare Ziel des Umsturzes im Sinn. Tokarski scheint eher den leisen Aufstand zu proben. Dazu nimmt er hegemoniale Zeichen aus ihrem gewohnten Kontext heraus und lädt sie mit neuer subversiver Bedeutung auf. Da kann schon mal aus dem Logo der Jeansmarke „Levis“, das Wort „Evil“ werden. Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang die Referenz zur aktivistischen Bewegung der „Culture Jammer“, die sich – seit den 90er Jahren – in verschiedenen Ausprägungen, mal mehr mal weniger politisch, zeigt. Meistens geht es darum, starke Werbezeichen, zum Beispiel auf Billboards umzudeuten, um sich so den öffentlichen Raum zurückzuerobern. Auf der Straße werden diese Kämpfe vom herumschweifenden Streetartisten ausgefochten, die, mit Schablonen und Sprühdosen bewaffnet, Zeichen im urbanen Raum anbringen oder verändern. Auch Tokarski bedient sich dieser Techik, wenn er in der Arbeit „Down of...“ ein Heer von Friedenstauben – mit Schablone auf die Leinwand aufgebracht – vor einem apokalyptischen Himmel aufsteigen lässt. Im Gegensatz zu diesem wohlbekannten Motiv der Friedensbewegung fliegen hier die Tauben in die entgegengesetzte Richtung davon. Sollen wir also eine andere Marschroute einschlagen, Herr Tokarski? Wissen Sie, was zu tun ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text zur Ausstellung „Sie wissen was zu tun ist. Danke“ von Wawrzyniec Tokarski, Galerie Vera Munro, 1.2. bis 28.3. 2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 02/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607401941356231?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607401941356231/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607401941356231' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607401941356231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607401941356231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/richtungswechsel.html' title='Richtungswechsel'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607398989732523</id><published>2006-08-20T13:39:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:28:05.793+02:00</updated><title type='text'>Der Verweiser</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/fensterbraun_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/fensterbraun_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Artfinder zeigt neue Arbeiten des schwedischen Künstlers Jacob Dahlgren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jacob Dahlgren nimmt uns mit auf eine vergnügliche Reise in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Vergnüglich deshalb, weil seine Verweise auf die großen Minimalisten und Konstruktivisten nicht übers Knie gebrochen daherkommen, sondern immer humorvolle, unprätentiöse Huldigungen seiner ästhetischen Vorbilder sind. Das liegt auch an Dahlgrens Materialwahl. Er arbeitet bevorzugt mit Alltagsprodukten, wie Jogurtbechern, Buntstiften, Folien oder Dartscheiben, die er als farbenfrohe, "skulpturale Malereien" mal minimalistisch-reduziert mal opulent im Raum positioniert. &lt;br /&gt;Doch nicht nur auf der Materialebene existieren Parallelen zwischen Alltag und Kunst. Dahlgren lässt sich bewusst von Mustern und Farben seiner Umgebung  inspirieren. Gestreifte Markisen, T-Shirts, gelb-schwarze Absperrmarkierungen und Schachbrett-Fliesen sind solche Muster, die er im Alltag findet und die ihm als Vorlage für neue Arbeiten - insbesondere seiner bekannten "Streifen" à la Daniel Buren - dienen. Zusätzlich angefertigte Fotos der Patterns stellen auf einer weiteren Ebene Referenzpunkte zwischen Kunstraum und der „Welt da draußen“ dar. Dazwischen scheint es keine hierarchische Ordnung zu geben.&lt;br /&gt;In der Ausstellung "Early One Morning" sieht sich der Besucher erneut mit stilgeschichtlichen Zitaten konfrontiert. Auf dem Boden hat Dahlgren 64 Personenwaagen, eines bekannten schwedischen Möbelriesen, zu einer quadratischen Bodenskulptur angeordnet - Minimalkünstler Carl Andre lässt grüßen! Eine gelbe, eine dunkelbraune und eine schwarze Tür sind zu einem Tafelbild zusammengesetzt, das ohne Zweifel eine Hommage an Blinky Palermos konstruktivistische Formsprache darstellt.&lt;br /&gt;Eine dritte Arbeit nimmt Bezug zum Ausstellungsort Hamburg oder noch spezifischer: zur Fleetinsel. Hier kann man an den Brücken „Durchfahrt-verboten“- Schilder sehen, deren rot-weiß-rote Farbgebung in gewohnter Manier vom Künstler aufgegriffen wird.&lt;br /&gt;Ganz im Sinne des postmodernen Samplings bedient sich Dahlgren aus dem Fundus der Kunstgeschichte. Was dabei herauskommt sind keine geklauten Ideen, sondern spielerisch-clever zitierte "Klassiker der Moderne in neuem Gewand“. Dem Schweden gelingt das Kunststück, eigentlich unvereinbare Gegensätze miteinander zu verknüpfen, indem er Kunst und Alltag, billig (Material) und exklusiv (Werk) oder alt (Zitiertes) und neu (Zitat) zusammenbringt. Schöne, neue, abstrakte Welt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text zur Ausstellung „Early One Morning“ von Jacob Dahlgren; Galerie artfinder/ Hamburg, bis 15.04.2006&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 04/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607398989732523?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607398989732523/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607398989732523' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607398989732523'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607398989732523'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/der-verweiser.html' title='Der Verweiser'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607395876223821</id><published>2006-08-20T13:38:00.001+02:00</published><updated>2006-08-29T00:30:48.590+02:00</updated><title type='text'>Der Fallensteller</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/gitterrot_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/gitterrot_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vier japanische Künstler bei Contemporary Art International&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verführerisch glänzend liegt sie da, die 2 Euro-Münze. Ganz so, als wäre sie einem achtlosen Menschen zufällig aus der Tasche gefallen. Wer jetzt den Fehler begeht, sie aufzuheben und einzustecken, der tappt in die Falle des Shiro Masuyama. Die Münze ist Teil eines Versuchsaufbaus. An ihr ist ein Draht befestigt, der eine Art Alarm in Form eines ohrenbetäubenden, klappernden Geräusches auslöst. Außerdem wird der Ahnungslose durch helles Stoboskoplicht, das einen Kamerablitz simulieren soll, geblendet. &lt;br /&gt;Shiro Masuyama hat das Projekt „500 Yen“ bereits in den Metropolen  Wien, Hongkong und Berlin, am lebenden Objekt getestet. Immer unter Verwendung einer einheimischen Münze als Köder, die er mal im Ausstellungsraum, mal auf der Straße, in einem Hauseingang oder auf einem Tisch, möglichst unauffällig platziert. &lt;br /&gt;Der 35-jährigen Masuyama, der in Berlin lebt und arbeitet,  ist fasziniert von der Idee, mit seinen Installationen, die er als Fallen einsetzt, zufällig Passierende oder Galeriebesucher anzulocken und sie zu bestimmten Reaktionen zu verleiten. Seine Intention: Die individuellen Verhaltensweisen aus einem reglementierten sozialen Miteinander zu isolieren – auch das klassische Verhältnis von Künstler und Rezipient gerät so ins Wanken. Dadurch, dass die Szenen gefilmt werden, kommt noch eine weitere Ebene hinzu: Der Beobachter beobachtet sich selbst auf einem Monitor als Teil des Kunstwerkes.&lt;br /&gt;Gehen dem Japaner im öffentlichen Raum Probanden ins Netz, löst er die Situation immer auf, indem er sie anspricht und ihnen erklärt, dass sie unfreiwillig Teil eines Kunstprojektes geworden sind. Kaum zu glauben, dass er, wie er beteuert, selten wütende, sondern eher gleichgültige Reaktionen auf seine „Versuche“ erhält. &lt;br /&gt;Beim Hamburger Kunstfestival „Dingdong“ im April war Masuyama mit seiner Installation „Parky Party“ vertreten, einer Single-Bar, in der die Besucher in einzelnen Kabinen isoliert an ihrem Getränk nippten, ohne die Chance zur Kommunikation mit anderen Gästen oder dem Barkeeper. Im Gegensatz zu „500 Yen“ ließen sich die Besucher hier freiwillig auf das Experiment ein.&lt;br /&gt;Neben Shiro Masuyamas Installation sind bei „Episodes of Summer Vol. 1“ Fotoarbeiten von  Ryo Hamada, Akihiro Higuchis bemalte Schmetterlinge und Yoshiaki Kaihatsus Styropor-Arbeiten zu bewundern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text zur Gruppen-Ausstellung „Episodes of Summer Vol.1“; Contemporary Art International 2.6. bis 13.8.06&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 06/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607395876223821?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607395876223821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607395876223821' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607395876223821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607395876223821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/der-fallensteller.html' title='Der Fallensteller'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607392210486048</id><published>2006-08-20T13:38:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:30:26.226+02:00</updated><title type='text'>Nie mehr allein</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/portier_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/portier_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Projektraum FILTER präsentiert internationale Künstlerkollektive&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was haben Hügel aus menschlichen Körpern, multivalente Holzpuzzles und himmlische Energieblitze gemein? Man begegnet ihnen in der neuen Ausstellung des Kunst- und Projektraums Filter, wo im April  international agierende, junge Kunstkooperationen im Fokus stehen. &lt;br /&gt;Mit von der Partie sind u.a. das Schwesternpaar Tasha und Monica Lopez de Victoria, aka TMSisters, aus Miami. Einst organisierten sie Punkkonzerte, Happenings, brachten Fanzines heraus und nähten ihre Kleidung selbst. Heute setzt sich diese Do-it-Yourself-Ethik in ihren Arbeiten fort. Besonders beeindruckend sind ihre bunt-dynamischen Collagen aus Fotos, glitzernden Texturen und Stickereien. Und immer wieder Blitze. Sie sind als Motive in den Arbeiten der Amerikanerinnen allgegenwärtig, als Zeichen einer göttlichen Omnipräsenz und spiritueller Energie zugleich. Auch in ihrem Videogame „Super Bolt“, das vom Besucher der Ausstellung natürlich gespielt werden darf, blitzt es gewaltig. Und mittendrin der Spieler, der als Operateur seines virtuellen Stellvertreters direkt an der Arbeit der TMSisters partizipiert. &lt;br /&gt;Auch die japanisch-polnischen Akteure von TOY fordern den Besucher auf, sich aktiv mit ihrem Werk auseinander zu setzten – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. TOY machen mehrteilige Holzskulpturen, die sich als Puzzles immer wieder zu neuen Figuren zusammen setzen lassen. So entstehen verschiedene Motive, wie Tiere, Schiffe, Landschaften oder Stadtarchitekturen. Die Künstler selbst spielen dabei auch - mit dem geografischen Raum zum Beispiel, der  im Falle des Kollektivs selbst – die Individuen zwar voneinander trennt, die konzeptionelle Zusammenarbeit jedoch nicht zu stören vermag. &lt;br /&gt;Leichter haben es die Künstlerinnen von VIP, zumindest in puncto Distanz, denn sie leben und arbeiten gemeinsam in Leipzig. Fotos bzw. Videos von Grit Hachtmeister, Lysann Buschbeck und Kathrin Pohlmann zeigen meist die Protagonistinnen selbst in traurig-gefühlvollen Situationen. Für den 2-minütige Videoloop „Menschenhaufen“ haben sie Freunde und Bekannte zusammen getrommelt, um sich im öffentlichen Stadtraum Leipzigs als lebende Hügel auf Bürgersteige und an Häuserecken zu legen. „I don´t wanna die alone“ heißt es in einem Lied, welches die Dia-Installation der Leipzigerinnen untermalt und betitelt. Eine autobiografische, elegische Arbeit. Weitere Positionen der Hamburg-Zürich-Connection OLGA und Beer Bench Gospel aus Vancouver, vervollständigen die Ausstellung „Episoden und Fragmente“.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text zur Gruppen-Ausstellung „Episoden und Fragmente“, Projektraum FILTER, bis 30.4.06&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 04/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607392210486048?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607392210486048/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607392210486048' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607392210486048'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607392210486048'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/nie-mehr-allein.html' title='Nie mehr allein'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607386919423102</id><published>2006-08-20T13:37:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:32:07.373+02:00</updated><title type='text'>Planeten &amp; Blumen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/adria_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/adria_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kunst und Club-Kultur? Nachtleben und Ausstellungen? Planeten &amp; Blumen wartet mit einem ganz neuen Konzept auf. SZENE HAMBURG hat mit den Initiatoren gesprochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Phönix aus der Asche ist das Planeten &amp; Blumen nach fast einjähriger Pause wieder auferstanden. Die Macher sind mit  neuen Ideen und solider elektronischer Tanzmusik zurück, Optimismus und Spaß in der Stadt zu verbreiten.&lt;br /&gt;„Wir betrachten den Raum als Installation mit Menschen darin, die eine Party feiern und Spaß haben“, erklärt Thomas Schumann das Konzept des Clubs. Er ist einer der kreativen Köpfe hinter Planeten &amp; Blumen. Alle paar Monate werden internationale Künstler eingeladen, um unter der Prämisse „Create your own disco!“, den Raum für ihre persönliche Vision zum Thema „Disco“ zu gestalten. Momentan findet bereits die dritte Kunstausstellung in den Räumlichkeiten statt: Michael Conrads „Space for Rent“.&lt;br /&gt;Ob trashig-ironisch oder blumig-schön – die wechselnden Raumgestaltungen waren schon genauso legendär wie die Partys selbst. Doch vor etwa einem Jahr wurde das Planeten &amp; Blumen plötzlich geschlossen. Den sechs Verantwortlichen war die umfangreiche Organisation über den Kopf gewachsen und sie widmeten sich erst mal wieder kleineren Projekten. Doch aufgrund der großen Nachfrage und weil den Betreibern ihr Club doch sehr zu fehlen begann, ist das Planeten &amp; Blumen wieder da. &lt;br /&gt;Das ursprüngliche Konzept wird beibehalten. Weiterhin wird es keine großen Bookings geben. Die DJs und Musiker sollen eher spontan auf ein paar Beats vorbeikommen, weil sie die die Betreiber und den Laden kennen und schätzen. Das Partyvolk wird nicht wegen eines berühmten Namens ins Planten &amp; Blumen kommen, sondern von den besonderen Vibes &amp; dem Blumendurft angelockt werden. Freitags geben sich die Residents Marc Schneider ( ehem. Clicke-Resident), Zoran Zupanic (Golden Pudel Club) und Anton Silber (Tanzhalle und Golden Pudel Club) die Ehre. Neu im Programm ist der Tanzabend am Donnerstag: Auf der Party „La Mirage“ können in unregelmäßigen Abständen feierwütige Schwule die Sau rauslassen. Im Gegensatz dazu wird samstags eher die Gemütlichkeit zelebriert: „Sexy House mit Seele garniert“. Neben allerlei musikalischen Schmankerln aus dem Elektronikland sind auch Vorträge, Lesungen, Happenings und Shows anvisiert, darunter die amüsante Talk-Runde Knarf Rellöms „Auf anderen Planten“.&lt;br /&gt;An einer Zusammenarbeit in Kunstinstitutionen ist den Betreibern sehr gelegen. Gemeinsam mit der Kunsthalle (Kunst meets Kommilitonen) sollen Veranstaltungen im und mit dem Planeten &amp; Blumen stattfinden. Zukünftig soll sich der Club noch mehr für Kooperationen mir Projekten und Organisatoren der Kulturszene in und um Hamburg öffnen. Diese Vernetzungen gibt es bereits. So sind zum Beispiel Initiatoren des Clubs auch am Kunstspektakel „Dingdong“ beteiligt oder betätigen sich deutschlandweit als DJs. Hoffentlich haben die Macher des Planeten &amp; Blumen diesmal einen längeren Atem für den Club mit der „Expect the Unexpected“ – Philosophie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 03/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607386919423102?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607386919423102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607386919423102' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607386919423102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607386919423102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/planeten-blumen.html' title='Planeten &amp; Blumen'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607381264685181</id><published>2006-08-20T13:36:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:33:42.113+02:00</updated><title type='text'>Glück ist anders</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/durchfahrt_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/durchfahrt_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Retrospektive der Zeichnungen und Aquarelle Oskar Kokoschkas im Bucerius Kunst Forum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oskar Kokoschka war vom Augenblick fasziniert. Jenem magischen Moment, der nur Sekunden andauert und nur schwer festzuhalten ist.  Schnell, intuitiv und spontan wirken seine Zeichnungen von Zeitgenossen, Tieren, Landschaften. Seine Modelle verwickelte er gern in Gespräche, um von der ungewohnten Situation abzulenken und dem Echten und Wahren der Person auf die Spur zu kommen. Das gelang ihm. Die Gezeichneten scheinen ganz sie selbst, festgehalten in einem Augenblick, unvergänglich.&lt;br /&gt;In seinen Studien zu "Das Konzert" zeichnete Kokoschka mit schnellen, kräftigen Kreidestrichen Besucher einer Musikveranstaltung. Menschen, die zuhören. Sie haben die Augen geschlossen oder sehen -  ganz  dem Sinn des Hörens verschrieben - leeren Blickes am Betrachter vorbei. Erschrecken und Irritation verrät hingegen der Gesichtsausdruck der Gräfin Drogheda, die Kokoschka 1944 mit Kohle, Pastell und Aquarell auf Papier festhielt. Man erzählt sich, dass genau in dem Moment, als er die Adelige in London zeichnete, deutsche Bomben in der britischen Hauptstadt einschlugen.Kokoschka fror die Empfindungen mit schnellen, präzisen Strichen für die Nachwelt ein. &lt;br /&gt;Mit 190 Arbeiten widmet sich die Ausstellung im Bucerius Kunst Forum dem zeichnerischen Werk Oskar Kokoschkas. Da es Zeitabschnitte gab, in denen Kokoschka wenig oder gar nicht zeichnete und sich eher der Malerei zuwendete, liegt der Ausstellung eine thematische, statt einer chronologischen Ordnung zugrunde. Die acht Themenkomplexe lassen so Gemeinsamkeiten in verschiedenen Lebenssituationen Kokoschkas erkennen und verbinden Früh- und Spätwerk des Malers. Zu sehen sind unter anderem seine Reiseskizzen (1940-1969), seine Entwürfe fürs Theater (1962-1974), Akte und Figuren (1905-1953) und seine Bildnisse (1911-1976). &lt;br /&gt;Ein Komplex mit dem Titel  "Glück ist anders - Kokoschka und Alma Mahler" zeigt Arbeiten Kokoschkas, die durch seine leidenschaftliche Beziehung zu Alma Mahler inspiriert sind. Höchstes Glück und tiefste Verzweiflung prägten die nur drei Jahre währende Liaison. Bevor er Alma kennen lernte, habe er, heißt es in einem Brief, nur ein „zeitloses, vegetatives Dasein“ geführt, danach das „Drama des Seins, Werdens, und Vergehens“ erlebt. Augenblick und Ewigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text zur Ausstellung „Erlebnis des Augenblicks“ von Oskar Kokoschka; Bucerius Kunst Forum, bis 5.2.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 01/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607381264685181?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607381264685181/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607381264685181' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607381264685181'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607381264685181'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/glck-ist-anders.html' title='Glück ist anders'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607371512599807</id><published>2006-08-20T13:34:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:34:18.066+02:00</updated><title type='text'>Sicherheitscheck</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/gitterblau_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/gitterblau_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Crash-Test heißt die erste Ausstellung im neuen Kunst - und Projektraum "Filter" mitten in der Innenstadt. Gerade hier künstlerische Positionen unter Schlagworten wie Sicherheit, Gewalt und Kontrolle zu versammeln, passt wie die Faust aufs Auge. Bei diesem „Crash“ prallen zwar keine Autos aufeinander – es fließt aber trotzdem Blut. „What´s a little blood amongst friends?”, fragt Naomi Fisher (Miami) und zeigt Zeichnungen und Fotos ihrer allzeit kampfbereiten Heroinen. Jeroen Jongeleen (Paris/Rotterdam), a.k.a. Influenza untersucht hegemoniale (Werbe-)Zeichen im öffentlichen Raum. Als dritter Künstler präsentiert Olaf Sobczak (Hamburg) seinen 15-minütigen Dokumentarfilm „United States of Exception“, der amerikanische Botschaften und ihre Sicherheitsmaßnahmen zeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text zur Ausstellung „Crash Test“ mit Naomi Fisher, Jeroen Jongeleen und Olaf Sobczak&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607371512599807?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607371512599807/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607371512599807' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607371512599807'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607371512599807'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/sicherheitscheck.html' title='Sicherheitscheck'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-33047132.post-115607366933624649</id><published>2006-08-20T13:33:00.000+02:00</published><updated>2006-08-29T00:35:10.730+02:00</updated><title type='text'>Gesang mit Tiefgang</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/1600/zwecklos_st.georg-.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;" src="http://photos1.blogger.com/blogger/2755/3623/320/zwecklos_st.georg-.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit dem „Beschwerde-Chor Wilhelmsburg“ startet das Projekt SCHUTE der Galerie für Landschaftskunst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu wenig Geld im Portemonnaie, Regenwetter, nervige Handyklingeltöne – alles unerfreuliche Dinge von denen jeder ein Lied singen kann. Noch schöner lässt sich der persönliche Unmut über alltägliche Ärgernisse in Form eines mehrstimmigen Chores artikulieren. Das dachten sich die finnische Künstlerin Tellervo Kalleinen (FIN) und ihr deutscher Mann und Kollege Oliver Kochta-Kalleinen (D). Sie luden deshalb Einwohner Wilhelmsburgs ein, um Beschwerden zu formulieren, die von ortsansässigen Musikern vertont und dann öffentlich vorgetragen werden. Dieses Chorprojekt ist das dritte einer weltweiten Reihe von Beschwerde-Chören. Sieht man sich die Videos der beiden Vorgänger in Birmingham (2005) und Helsinki (2006) an, fallen vor allem die Unterschiede der Beschwerdegründe ins Auge- aller Globalisierung zum Trotz. Während in Birmingham in erster Linie über teures Bier, unfreundliche Busfahrer und langsame Computer geklagt wurde, ärgerten sich die Menschen in Helsinki besonders über ihre Mobiltelefone, stinkende Mitreisende in öffentlichen Verkehrsmitteln und die zu kurzen Sommer. Und was bringt die Hamburger auf die Palme? Wenigstens eine Erfahrung werden sie sicherlich mit Finnen und Engländern teilen: Meckern macht Spaß. Diesen Eindruck gewinnt der Betrachter jedenfalls beim Blick in die freudestrahlenden Gesichter der Sänger und Sängerinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der „Beschwerde-Chor Wilhelmsburg“ bildet den Auftakt einer Reihe von Aktionen und Ausstellungen, die im Rahmen des Projektes SCHUTE der Galerie für Landschaftskunst ab diesem Sommer stattfinden werden. Eine umgebaute Schute - jene, die bereits 2002 dem amerikanischen Künstler Mark Dion als biologische Forschungsstation diente – wird künftig an verschiedenen Punkten Wilhelmsburgs, Veddels und  Harburgs als mobiler Ausstellungsraum fungieren.&lt;br /&gt;Hauptanliegen der Kuratorinnen Corinna Koch und Iris Wehberg ist es, Anwohner der Viertel in die künstlerischen Prozesse einzubinden. Namhafte internationale Künstler werden mit Interessierten zu konkreten Themen gestalterisch arbeiten. Die Schute soll eine Kunst vermittelnde Rolle spielen und Projekte vor Ort anregen, die noch lange nach der Weiterreise des Schiffs bestehen bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christiane Opitz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tellervo Kalleinen &amp; Oliver Kochta-Kalleinen: „Beschwerde-Chor Wilhelmsburg“; im Rahmen der SCHUTE/ Galerie für Landschaftskunst, Letzte Chor-Proben: 28., 29.6 + 1.7., Chor-Performance (Auftritt): 2.7., 17 Uhr auf dem Stübenplatz in Wilhelmsburg;  www.schute-hamburg.de.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Published in SZENE HAMBURG 07/06&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/33047132-115607366933624649?l=christianeopitz.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianeopitz.blogspot.com/feeds/115607366933624649/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=33047132&amp;postID=115607366933624649' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607366933624649'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/33047132/posts/default/115607366933624649'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianeopitz.blogspot.com/2006/08/gesang-mit-tiefgang.html' title='Gesang mit Tiefgang'/><author><name>Christiane Opitz</name><uri>http://www.blogger.com/profile/08227608824622679188</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
